Das ist Deutschlands giftigster Fisch - er wurde schon in beliebten Urlaubsregionen gesichtet

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TRACHINIDAE
Das ist Deutschlands giftigster Fisch - er wurde schon in beliebten Urlaubsregionen gesichtet | Arterra via Getty Images
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  • Das Petermännchen ist Deutschlands giftigster Fisch
  • Wer mit ihm in Berührung kommt, sollte sofort ein Krankenhaus aufsuchen
  • Ausgerechnet in einer beliebten Urlaubsregion treibt das Tier sein Unwesen

Badegäste, die ihren Urlaub an der Nord- und Ostsee verbringen, könnten in den nächsten zwei Monaten eine unliebsame Bekanntschaft im Wasser machen. Und zwar mit dem Petermännchen.

Das ist Deutschlands giftigster Fisch. Und ausgerechnet in der Ferienzeit, im Juli und August, laicht das Tier in Küstennähe.

Der Rücken des Petermännchens ist mit mehreren Stacheln gespickt - und die sind mit Gift gefüllt. Gerät ein Urlauber mit diesen in Verbindung, wird es schmerzhaft.

Bereits 18 Fälle im Jahr 2017

Professor Andreas Schaper, Leiter des Giftinformationszentrums Nord in Göttingen, sagte dem "Hamburger Abendblatt", dass in diesem Jahr bereits 18 Menschen in Kontakt mit dem Fisch gekommen sind.

"Die schleswig-holsteinischen Anrufe kamen unter anderem aus Lübeck, Pinneberg, Flensburg, Fehmarn und Heiligenhafen", sagte Schaper dem Blatt.

Er empfiehlt jedem, der mutmaßlich mit dem Petermännchen in Kontakt gekommen ist, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen.

Das Kieler Gesundheitsministerium warnt ebenfalls vor dem Petermännchen. "Sehr selten kann es in den norddeutschen Küstengewässern zu unangenehmen Begegnungen von Badenden und Wassersportlern mit dem einzigen in unseren Gewässern heimischen Giftfisch kommen", steht auf der Internetseite der Behörde.

An der Ostseeküste verletzte sich bislang noch kein Badegast, sagt Oliver Behncke, der Tourismusdirektor der Insel Fehmarn der Zeitung.

Gewarnt sei er aber trotzdem.

Übrigens: In Frankreich gilt das Petermännchen als kulinarische Delikatesse. Selbstverständlich werden die Giftstacheln aber vor dem Verspeisen entfernt.

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(jds)

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