NACHRICHTEN
26/07/2017 14:50 CEST

Fast die Hälfte der Deutschen wünscht sich zu Guttenberg zurück - die Linke reagiert mit Spott

dpa
Bei einer repräsentativen Umfrage hat die Mehrheit der Befragten sich für eine Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in die Politik ausgesprochen.

  • Einer Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine Rückkehr zu Guttenbergs in die Politik

  • Doch nur jeder Dritte wünscht sich einen sofortigen Wiedereinstieg

  • Die Linke reagiert auf die Rückkehrgerüchte mit Spott

Die Mehrheit der Deutschen hat sich für eine Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg in die Bundespolitik ausgesprochen. Das hat eine repräsentative INSA-Umfrage für die "Bild" herausgefunden.

Demnach sind 45,8 Prozent der Befragten für eine Rückkehr zu Guttenbergs – dagegen jedoch nur 36,5 Prozent.

Die Mehrheit (61,7 Prozent) gab an, in der Bundesrepublik würden charismatische Politiker wie zu Guttenberg fehlen. Jedoch wünscht sich nur jeder Dritte (36,3 Prozent), dass der ehemalige Bundesminister sofort wieder ein Ressort in der Bundesregierung übernimmt – Die Mehrheit von 47,5 Prozent will einen langsameren Wiedereinstieg.

Seehofer sieht zu Guttenberg in der Bundespolitik

Erst vor wenigen Tagen berichtete die "Bild", dass Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer seinen Parteifreund zu Guttenberg in einem "relevanten Ministeramt" in der nächsten Legislaturperiode sieht. "Karl-Theodor ist der geborene Bundespolitiker", zitiert die "Bild"-Zeitung aus Präsidiumskreisen der CSU.

Als Testlauf für ein etwaiges Amt in Berlin soll zu Guttenberg am Bundestagswahlkampf für die CSU in Bayern teilnehmen.

Wie stark sein Image nach dem Plagiatsskandal beschädigt ist und ob er an seine Beliebtheitswerte von 2009 anknüpfen kann, wird sich dann zeigen.

Zu Guttenberg war nach dem Skandal in die USA gezogen und hatte dort eine Beratungs- und Investmentfirma gegründet.

Linken-Chef: Spekulation um Guttenberg-Nachfolge beweist „Not der CSU“

Spott für Seehofers Wunsch gab es von Linken-Chef Bernd Riexinger. "Wie groß muss die Not südlich des Weißwurstäquators sein, dass Horst Seehofer nun sogar den Schaum schlagenden Plagiator wieder aktivieren will", sagte Riexinger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Mittwoch.

"Eine solche Strafe hat Bayern nun wirklich nicht verdient", feixte Riexinger. Der Freistaat eigne sich ebenso wenig "als Testparcours für eine solche Wiedergängerei wie der Rest des Landes".

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

(mf)

Sponsored by Trentino