"Sitze ohne Gepäck in Berlin": Frank Elstner schimpft über Air Berlin - dann wird es richtig absurd

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ELSTNER
"Sitze ohne Gepäck in Berlin": Frank Elstner schimpft über Air Berlin - dann wird es richtig absurd | dpa
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  • Moderator Frank Elstner hat auf Twitter über Air Berlin geschimpft - sein Gepäck war verloren gegangen
  • Der Schlagabtausch mit dem Service-Team der Fluglinie wurde zunehmend absurder
  • Auch Moderatorin Dunja Hayali und "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt schalteten sich ein

Moderator Frank Elstner hat sich auf Twitter über die Fluglinie Air Berlin beschwert. "Liebe Air Berlin", schrieb Elstner am Samstag, "sitze ohne Gepäck in Berlin! Wie verliert man auf einem Inlandsflug ohne Umsteigen einen Koffer?"

Um den Ruf der Fluglinie steht es ohnehin nicht gut. Aber das Spektakel, das auf Elstners Beschwerde folgte, dürfte das Unternehmensimage nicht gerade verbessern.

Denn nicht nur schaffte es der Service, mit wirren Ansagen Spott auf sich zu ziehen. Nein, noch mehr Personen des öffentlichen Lebens schalteten sich ein und schimpften über Air Berlin.

Aber von Anfang an.

"Liebe Frank, hier die Link ..."

Zunächst antwortete eine Service-Mitarbeiterin von Air Berlin auf Elstners Tweet. "Wir entschuldigen uns sehr dafür! Senden Sie uns bitte Ihre PIR per DM und wir regeln alles weitere. LG, Pia."

Das klang nett und verbindlich. Einziger Haken: Nachrichten, also direct messages (DM), kann auf Twitter nur schicken, wer sich gegenseitig folgt.

Elsner antwortete also: "Bin jetzt nicht der Twitter-Profi, aber DM geht doch nur, wenn Sie mir folgen, oder! Lerne mit 75 ja gerne noch dazu ..."

Ein weiterer Service-Mitarbeiter antwortete schließlich. Die Antwort wirkte mit ihrer holprigen Grammatik schon etwas niedlich. Immerhin einen Link erhielt Frank Elstner nun. "Liebe Frank die link zum fragen und antworten Fragen rund ums Thema Fliegen mit airberlin."

Das war aber noch nicht alles.

Immer mehr Twitter-Nutzer schalteten sich ein, darunter auch einige bekannte Personen.

ZDF-Journalistin Dunja Hayali etwa schrieb, auch sie habe gestern versucht, mit Air Berlin zu fliegen. Allerdings sei der Flug nach einer Stunde Wartezeit gecancelt worden. Ihr Handgepäck habe sie aber zum Glück noch.

Und auch "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt kommentierte spöttisch - und mit einer Anspielung auf den früheren TV-Job Elstners: "Wetten, dass Air Berlin es sogar schaffen würde, einen Koffer zu verlieren, den man gar nicht aufgibt?"

Ein Nutzer spöttelte. "Jetzt machen sie auch noch Witze auf Kosten einer Airline. Hat es Air Berlin nicht schwer genug?"

Und wieder mischte der Service-Mitarbeiter mit: "Wir tun alles, was möglich dies zu machen." Aha.

Probleme und Verzögerungen bei Air Berlin machen seit Längerem Schlagzeilen. In der Woche nach Karfreitag soll die Fluglinie einen internen Negativ-Rekord aufgestellt haben, wie die "Bild am Sonntag" berichtet hatte.

Weltweit seien über 1000 Flüge in der Summe um 60.000 Minuten verspätet gewesen. Das macht fast 42 Tage in nur einer Woche.

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(sk)

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