Umstrittenes Plakat: Frauke Petry will im Wahlkampf offenbar mit ihrem Baby werben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
FRAUKE PETRY
Umstrittenes Wahlplakat: Frauke Petry will offenbar mit ihrem Baby werben | Hannibal Hanschke / Reuters
Drucken
  • Laut Informationen des Magazins "Spiegel" möchte AfD-Chefin Petry im Wahlkampf mit einem Poster werben, das ihren Neugeborenen zeigt
  • Die Motivwahl soll zu einem Streit bei einer Sitzung der Partei geführt haben

Beim Parteitag im April haben ihre Parteikollegen AfD-Chefin Frauke Petry endgültig an den Rand gedrängt. Für die Bundestagswahl heißen die Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel.

Mit einem neuen Wahlplakat soll nun offenbar das politische Comeback von Petry gelingen. Nach Informationen des "Spiegels" soll unter den neuen Großflächen-Plakaten der Rechtspopulisten auch ein Motiv sein, das Petry mit ihrem neugeborenen Sohn zeigt.

Das Plakat sei bei der Zusammenarbeit mit dem umstrittenen PR-Berater Thor Kunkel bereits vor Monaten entstanden. Petry habe aber gezögert, das Motiv zu verwenden.

Dass sie das Plakat nun doch einsetzen wolle, zeige, wie sehr die AfD-Politikerin in der eigenen Partei unter Druck stehe, heißt es beim "Spiegel". Sie verspricht sich von dem Motiv offenbar, mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.

Das Plakat liegt dem "Spiegel" vor. Petry hält darauf ihr Baby im Arm. Daneben steht der Slogan: "Und was ist ihr Grund für Deutschland zu kämpfen?“. Petrys Sohn kam vor gut zwei Monaten auf die Welt.

Poster löst Streit aus

In der Parteispitze soll das Poster für einen Streit gesorgt haben, berichtet der "Spiegel". Co-Chef Jörg Meuthen habe das Plakat bei einer Bundesvorstandssitzung am Freitag vehement abgelehnt. Meuthen habe sogar verhindern wollen, dass das Baby-Poster im AfD-Fanshop auftauche.

Gelungen sei ihm das nicht. Die Spitzenkandidaten Gauland und Weidel hätten sich bei der Debatte zurückgehalten.

Petry wollte vor dem Parteitag im April einen neuen Kurs ihrer Partei erzwingen. Die AfD sollte sich nicht mehr auf fundamentaloppositionelle Positionen versteifen. Über ihren Antrag dazu wurde auf dem Parteitag nicht einmal abgestimmt, die Delegierten stimmten dagegen, ihn auf die Tagesordnung zu setzen.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg


(ks)

Korrektur anregen