Lana Del Rey: Die Königin der Melancholie ist zurück

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Lana del Rey ist melancholisch wie eh und je zurück

Mit ihrem Hit "Video Games" gelang Lana Del Rey (32) im Jahr 2011 der internationale Durchbruch. Mittlerweile ist sie längst ein etablierter Pop-Star. Dabei ist die 32-Jährige nicht für große Party-Hymnen à la Pink zuständig. Del Rey stimmt die ruhigeren Töne an. Auch auf ihrem neuen Album "Lust For Life", das am heutigen Freitag erscheint, bewegt sich ihre Stimmfarbe zwischen lasziv und melancholisch.

Herausragt vor allem der Titelsong "Lust For Life", den sie mit keinem Geringeren als dem zweifachen Grammy-Gewinner The Weeknd (27, "I Feel It Coming") aufgenommen hat. Die hohe Stimme des R&B-Stars und Del Reys Melancholie passen perfekt zusammen. Und die Sängerin überrascht in dem Track auch inhaltlich. Denn hier besingt sie das Leben. "Ich glaube, jeder sehnt sich danach, glücklich zu sein - mich eingeschlossen", erklärt Del Rey.

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Die Traurigkeit ist nahezu omnipräsent

Ein weiteres starkes Duett auf dem Album ist "Beautiful People, Beautiful Problems", das sie mit Fleetwood Mac-Legende Stevie Knicks (69) eingesungen hat. Knicks leicht raue Stimme und Del Reys gehauchte Zeilen harmonieren wunderbar miteinander. Überhaupt hat sich Lana Del Rey wohlüberlegte Gastmusiker auf ihr Album geholt. Denn auch Rapper A$AP Rocky (28, "At.Long.Last.A$AP") oder John Lennons Sohn Sean Ono Lennon (41) fügen sich in die allgemeine Melancholie bestens ein, brechen sie teilweise sogar auf.

Es sind aber vor allem diese von tiefer Traurigkeit getragenen Songs, wie das vom Piano begleitete "13 Beaches", die dem Album den typischen Lana-Del-Rey-Stempel aufdrücken. In diesem Song bekennt sie sich offen dazu, ihren Ex noch immer zu lieben ("It hurts to love you, but I still love you"). Der Herzschmerz ist förmlich zu greifen. Ein anderes Beispiel für diese absolute Emotionalität in ihren Tracks ist "Cherry". Auch hier geht es um verletzte Gefühle, verlorene Liebe. Kaum eine andere Sängerin kann diese schon nahezu depressive Stimmung so gut mit ihrer Stimme transportieren wie die New Yorkerin.

Lana Del Rey gelingt es mit ihrem vierten Studioalbum, sich selbst treu zu bleiben. Warum auch etwas ändern, das bisher so gut funktioniert hat. Ihr Debüt-Album "Born To Die" (2011) landete in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien auf der Eins. In den USA auf Platz zwei. Auch die Folge-Alben "Ultraviolence" (2014) und "Honeymoon" (2015) überzeugten mit Top-Platzierungen. "Lust For Life" wird aus dieser Erfolgsspur mit hoher Sicherheit nicht ausscheren.

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