Rote Lkw pendeln täglich zwischen China und Nordkorea - Experten haben einen schlimmen Verdacht

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KIM JONG UN
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un | KCNA KCNA / Reuters
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  • Ein nordkoreanisches Propagandavideo zeigt unbeabsichtigt ein brisantes Detail
  • Damit könnte China, der größte Verbündete des Regimes, in Erklärungsnot geraten

Ein Video, das der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un vergangene Woche veröffentlichte, könnte die Nordkorea-Krise erneut gefährlich anheizen.

Darin sind rote Lastwagen zu sehen, die den Schluss nahelegen, dass Nordkorea beim Bau seiner Raketen von seinem größten Verbündeten unterstützt wird: China.

Das will “die Welt” herausgefunden haben. Demnach überquerten solche roten Lastwagen in jüngster Zeit mehrfach die chinesisch-nordkoreanische Grenze, vor allem in der Grenzstadt Dandong.

Außerdem existieren Fotos aus dem chinesisch-nordkoreanischen Grenzgebiet, die die Lkw zeigen.

Nordkorea könnte bei der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen Unterstützung erhalten

Der nordkoreanische Diktator will mit dem Video Stärke und Dominanz demonstrieren, bietet aber – wohl ungewollt – der internationalen Gemeinschaft neuen Diskussionstoff, wie gefährlich das Land eigentlich ist.

Experten haben laut Angaben der "Welt" “Hinweise auf neue Prototypen und auf zusätzliche Varianten bereits bekannter Waffen” gefunden.

Das weitaus interessanteste Detail an den Aufnahmen sind wohl die roten Containeranhänger.

Bereits zwei Wochen vor dem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete sollen in der Grenzstadt Dandong Dutzende rote Sattelzüge gesichtet worden sein, die teils chinesische und nordkoreanische Nummernschilder getragen haben sollen.

Die Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang sind nicht eindeutig

Damit wäre das Geheimnis gelüftet, wie Nordkorea trotz seiner unterentwickelten Wirtschaft und unzureichend ausgestatteten Forschungseinrichtungen so schnell seine Hwasong-14-Interkontinentalrakete bauen konnte.

Was nicht ganz in das Bild einer chinesisch-nordkoreanischen Verschwörung passt: Trotz der Unterstützung durch China schießt Nordkorea immer wieder gegen die Volksrepublik.

Erst im Mai kritisierte das Regime in Pjöngjang die chinesische Regierung, einen der wenigen verbleibenden Verbündeten, direkt und offen. Nordkorea machte deutlich, dass es nicht auf ein eigenes Atomprogramm verzichten wolle.

Und: Fotos von chinesischen Trucks auf nordkoreanischem Boden gab es schon öfters. Ein Twitter-Nutzer postete Mitte Juli ein Bild von einem Offroad-Truck des Modells WS51200.

Auch dieser User teilte ein Bild eines in China hergestellten Trucks bei einer Parade in Nordkorea. Interessant hierbei ist, dass das nordkoreanische Staatsfernsehen das Bild selbst veröffentlichte.

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(ujo)

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