Hanka Rackwitz war wegen Zwangsstörung in Therapie: Hat sie ihre Krankheit endlich überwunden?

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Hanka Rackwitz begab sich wegen ihrer Zwangsstörung in Therapie - mit Erfolg?

"Fünf Mal reicht nicht, sechs ist die Teufelszahl" - Schon beim Händewaschen kam Hanka Rackwitz (48, "Ich tick nicht richtig") an ihre Grenzen. Spätestens seit dem Dschungelcamp 2017 war öffentlich bekannt, dass die TV-Immobilienmaklerin an teils enormen Zwängen leidet. Neben den Waschritualen war auch ihr sonstiger Alltag mehr als 20 Jahre durch Kontaminationsangst, Desinfektionsspray und Zwangshandlungen bestimmt. Eigentlich hatte die 48-Jährige schon alle Hoffnung auf Heilung aufgegeben, doch nun wagte sie einen letzten Versuch und machte zehn Wochen Konfrontations-Therapie in einer Klinik - mit Erfolg?

Zehn Wochen in der Klinik

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Die Antwort gab es am Mittwoch bei "Stern TV". Ein Kamerateam besuchte Rackwitz im Laufe ihrer Therapie immer wieder und hielt die Fortschritte fest. In der Sendung war sie auch selbst live zu Gast. Ihr Fazit: "Auch wenn manche Handlung noch ritualisiert ist, der Kopf ist fast völlig frei von Zwangsgedanken".

Mittlerweile kann sich Rackwitz wieder fast frei bewegen. Im Einspieler wird deutlich, welche Fortschritte sie gemacht hat. Dinge, die auf dem Boden liegen, kann sie nun zum Beispiel mit ihren Händen aufheben - früher war das ohne Hilfsmittel oder Handschuhe undenkbar. Ihr behandelnder Arzt durfte aus einer ihrer Tassen trinken und sogar mit Straßenschuhen in ihre Wohnung. Für uns ganz normal, für Rackwitz früher aber Grund zur Panik, denn vor allem der Boden, die Straße waren für sie das verseuchte Böse.

Hoffnung im schlimmsten Moment

In der Therapie lernte Rackwitz, sich mit ihren Zwängen auseinanderzusetzen, musste sie bewusst aushalten. Schritt für Schritt wurde es immer besser, bis zu dem Punkt, der wie sie selbst sagt, der schlimmste war "aber paradoxerweise auch der Moment, in dem ich begriffen habe, dass die Zwänge auch wirklich gehen können."

Ganz geheilt ist die TV-Maklerin von ihren Zwängen zwar noch nicht, sie sind aber so weit reduziert, dass ein viel entspannteres Leben möglich ist. Und mit das Wichtigste: Rackwitz selbst hat wieder Mut geschöpft, tanzt am Ende ihres Therapieaufenthaltes sogar voller Lebensfreude durch ihr Zimmer. Heute sagt sie: "Ich genieße die Freiheit". Wir wünschen ihr, dass es so bleibt!

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