Gabriel will seine Pressekonferenz zur Türkei beginnen - doch dann stürmt Schulz in den Raum

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  • Gabriel musste seine Pressekonferenz zur Türkei um mehr als eine Stunde verschieben
  • Einer der Gründe: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der ins Außenministerium gestürmt kam
  • Eine Zusammenfassung seht ihr oben im Video
Es war die lange erwartete Pressekonferenz des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel.

Um Punkt 10.00 Uhr wollte er sich am Donnerstagmorgen zur Lage in der Türkei äußern. Die diplomatischen Beziehungen befinden sich auf einem Tiefpunkt, seitdem deutsche Menschenrechtler mit dem Vorwurf der Terrorunterstützung festgenommen wurden. Aufgrund der zugespitzten Lage hatte der SPD-Politiker eigens seinen Urlaub abgebrochen.

Es dauerte aber bis kurz nach 11 Uhr, bis Gabriel endlich vor die Kameras trat und eine "Neuausrichtung der Türkei-Politik" ankündigte.

Etwa 20 Minuten unterhielten sich Schulz und Gabriel

Einer der Gründe könnte SPD-Chef Martin Schulz gewesen sein.

Als Gabriel gegen 10.30 Uhr bereits vor die Mikrofone getreten war, stürmte Schulz plötzlich in den Raum. Gabriel musste daraufhin seine Pressekonferenz noch einmal verschieben.

Etwa 20 Minuten unterhielten sich die beiden und ließen die Journalisten warten. Kurz vermutete man, dass Schulz selbst noch ein Statement abgeben wolle. Doch dazu kam es dann doch nicht.

"Neuausrichtung der Türkei-Politik"

Was der Grund für die Aufregung gewesen sein könnte, erklärte Gabriel später in seinem Statement.

Die "Neuausrichtung unserer Türkei-Politik" sei mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abstimmt - und auch mit dem SPD-Vorsitzenden Schulz.

Schulz äußerte sich nach der Pressekonferenz auf Twitter.

Er schrieb: "Gut, dass Sigmar Gabriel so deutliche Worte zu Erdogan gefunden hat! Erdogan ist nicht die Türkei. Aber seine Politik braucht klare Antwort."

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(ben)

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