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20/07/2017 12:05 CEST | Aktualisiert 20/07/2017 12:08 CEST

Dunja Hayali bringt FDP-Vize Katja Suding bei einer Frage zur Wohnungsnot ins Stottern

ZDF/Screenshot
Dunja Hayali bringt FDP-Vize Suding bei einer Frage zur Wohnungsnot ins Stottern

  • Es ist derzeit eines der drängendsten Probleme Deutschlands: Hunderttausende bezahlbare Wohnungen fehlen

  • Dunja Hayali griff in ihrer Talkshow die Problematik auf

  • Hayali fragte FDP-Vize Suding nach ihrer Lösung für das Problem - die entlarvte sich

Deutschland kämpft mit einem gravierenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Insbesondere in den Großstädten hat sich die Lage in den vergangenen Jahren erheblich zugespitzt. Und: Wenn Wohnungen gebaut werden, dann am falschen Ort und oft nicht die, die tatsächlich gebraucht werden.

Diese Missstände sprach auch Dunja Hayali in ihrer Talkshow an. Sie zitierte Zahlen, dass im kommenden Jahr 540.000 Menschen ohne Wohnung sein werden, 2,7 Millionen Kleinwohnungen werden fehlen.

Alles Luxus, alles Eigentum, alles wahnsinnig teuer"

Von Katja Suding, der stellvertretenden FDP-Vorsitzenden, wollte Hayali wissen, wie sie das Problem beheben will, falls die FDP an der nächsten Regierung beteiligt ist.

Zuerst versucht sich die FDP-Politikerin mit einem liberalen Allgemeinplatz aus der Affäre zu ziehen: "Das wesentliche ist, dass man jetzt wirklich Anreize für private Investoren schafft, die werden wir brauchen..."

Weiter kann Suding nicht ausholen. Hayali grätscht dazwischen. "Hier in Berlin wird auch saniert und auch gebaut - doch es ist alles Luxus, es ist alles Eigentum, es ist alles wahnsinnig teuer", betont die ZDF-Moderatorin.

Und hakt nach: "Was kann das für ein Anreiz sein?" Suding wirkt nun fahrig und kommt ins Stottern. "Wir brauchen einfach Wohnungen, die gebaut werden, die Nachfrage bestimmt natürlich auch den Wohnraum", sagt sie dann.

Aha.

"Staat muss sich an die eigene Nase fassen"

Dann versucht sich die Hamburger Politikerin mit dem Argument aus der Affäre zu ziehen, dass es in ihrer Heimatstadt nicht die Probleme wie in Berlin gebe.

"Dort haben wir eine gute Mischung aus einem Drittel Mietwohnungen, einem Drittel geförderten und einem Drittel Eigentumswohnungen."

Suding scheint schon lange nicht mehr versucht zu haben, in der Hamburger City eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Aus Sicht der 41-Jährigen ist "sehr teures Bauland" ein Kernproblem. Kommunen sollten ihr zufolge nicht immer zum Höchstpreis verkaufen. Denn "insgesamt ist der Staat für 30 Prozent der Kosten beim Bauen verantwortlich". Man könne das nicht den Hedge-Fonds in die Tasche schieben, "der Staat muss sich da schon an die eigene Nase fassen", betont Suding.

Glaubt man ihr, dann könnte der Wohnungsmangel ganz einfach behoben werden: Der Staat müsse sich zurücknehmen, um beim Bauen und günstige Preise zu ermöglichen. So seien dann auch günstigere Mietpreise möglich.

Na dann.

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(ben)

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