Schlafwandeln bei Kinder: Was Eltern beachten sollten

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Das Schlafwandeln ist vor allem bei Kindern verbreitet. | iStock
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  • Das Schlafwandeln ist bei Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren verbreitet
  • Im Tiefschlaf wandeln die Kinder umher und die Eltern haben die Aufgabe, mögliche Stolperfallen und Stürzmöglichkeiten zu erkennen und aus dem Weg zu räumen

Das Schlafwandeln ist in der Regel unter Kindern verbreitet. Im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren tritt dieses Phänomen oftmals auf.

Im Teenageralter lässt die Schlafwandelgewohnheit nach und verschwindet in den meisten Fällen nach der Pubertät komplett. Das Schlafwandeln ist allgemein ein "Familienerbstück".

Demzufolge geht man davon aus, dass die Angewohnheit genetisch bedingt ist. Erkrankungen und Stress verstärken diese Neigung.

Was passiert beim Schlafwandeln?

Beim Schlafwandeln stehen die Kinder aus ihrem Bett auf, laufen herum und führen verschiedene Handlungen im Schlaf aus. Der Gesichtsausdruck und der leere Blick zeugen von der geistigen Abwesenheit.

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Oftmals ruft das Kind unverständliche Worte aus. In der Zeit befindet sich das Gehirn in einer Tiefschlafphase. Im Gegensatz zu anderen Menschen führt das Gehirn des schlafwandelnden Kindes noch zusätzliche motorische Prozesse aus.

Komplexe Handlungen finden aber nicht statt. Zum Beispiel ist es unmöglich, das Kind in diesem Zustand aufzufordern, zu malen oder zu schreiben.

Schlafwandeln ist meist harmlos

Das Schlafwandeln bei Kindern ist in der Regel ungefährlich.

Es besteht aber das Risiko, dass sich das Kind selbst verletzt, da sie beim Laufen schnell stolpern oder stürzen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Türen und Fenster im Haushalt mit einem schlafwandelnden Kind geschlossen sind – auch um das Risiko zu vermeiden, dass das Kind nachts vor der Haustür steht.

Potenzielle Stolperfallen im Kinderzimmer räumt man für die Nacht aus dem Weg, empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Wandelt das Kind in der Nacht umher, führen die Eltern es behutsam zurück in sein Bett. Es besteht ebenso die Möglichkeit, das Kind aufzuwecken. Doch dies birgt das Risiko, dass es sich erschreckt, weil es die Situation in diesem Moment nicht zuordnen kann.

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Zusätzlich wäre es schwierig für das Kind, zurück in den Schlaf zu finden. Eine Erinnerung an den Zeitraum des Schlafwandelns hat der Betroffene nicht.

Eine Behandlung ist in der Regel notwendig, wenn es sich um eine Schlafstörung handelt, betont die Ratgeberseite "Baby und Familie".

Wer trotzdem auch nach dem Einschlafen immer ein offenes Ohr für sein Kind haben will, kann zum Beispiel ein Babyphone nutzen.


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(lira)

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