Die Polizei korrigiert die Angaben zu den Ausschreitungen auf dem Schorndorfer Volksfest

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SCHORNDORF
Polizei korrigiert die Angaben zu den Ausschreitungen am Schorndorfer Volksfest | dpa
Drucken
  • Die Polizei hat ihre ursprünglichen Angaben zu den Ausschreitungen auf dem Schorndorfer Volksfest korrigiert
  • Demnach sei eine Gruppe von 100 Personen der Polizei feindlich gegenüber gestanden
  • Zunächst hatte die Polizei von 1000 Menschen gesprochen

Die Polizei hat ihre ursprünglichen Angaben zu den Vorfällen auf dem Schorndorfer Volksfest korrigiert. Demnach stand in der Nacht zu Sonntag eine Gruppe von etwa 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Polizei feindselig gegenüber - nicht wie zuvor angegeben 1000 Menschen.

Aus dieser Gruppe von 100 Menschen mit "einem hohen Gewaltpotenzial" habe es "massive Flaschenwürfe" auf die Beamten gegeben. Dies teilte das Polizeipräsidium Aalen am Mittwochabend in einer "vorläufigen Bilanz zum Schorndorfer Straßenfest" mit.

Darin heißt es weiter, die ursprüngliche Mitteilung vom Sonntag, dass sich 1000 junge Menschen versammelt hätten, habe zu der Fehlinterpretation geführt, dass diese gesamte Gruppe an den geschilderten Taten beteiligt gewesen sei.

Mehr zum Thema: "Kein zweites Köln": Ein Augenzeuge aus Schorndorf berichtet, was wirklich vorgefallen ist

Neun Sexualdelikte seien angezeigt worden

Insgesamt seien während des Volksfests "Schorndorfer Woche" 53 Straftaten zur Anzeige gebracht worden, davon hätten sich 28 Delikte in der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignet. Neun Sexualdelikte seien angezeigt worden, bei drei Fällen habe sich der Anfangsverdacht nicht erhärtet.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermitteln noch in vier Fällen gegen Unbekannt sowie in zwei Fällen gegen bekannte Tatverdächtige wegen sexueller Belästigung.

Das Polizeipräsidium Aalen hatte kurz vor dem Versand der "vorläufigen Bilanz" angekündigt, an diesem Donnerstag über die Ermittlungen Auskunft geben zu wollen und auf Nachfragen zunächst keine konkreteren Angaben gemacht.

Mehr zum Thema: "Pure Zündelei": CDU-Politiker Spahn äußert sich zu Übergriffen in Schorndorf - und erntet scharfe Kritik

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ujo)

Korrektur anregen