ELTERN
19/07/2017 16:14 CEST | Aktualisiert 21/07/2017 11:16 CEST

Albträume: Warum euer Kind schlecht schläft

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Wenn ein Kind verängstigt oder weinend aufwacht, hatte es oftmals einen Albtraum

  • Ein Albtraum weckt das Kind und es erinnert sich anschließend bewusst an den Traum

  • Emotionen, Konflikte und Erlebnisse – ebenfalls schöne – verarbeiten Kinder in Albträumen

  • Die Eltern sollten ihr Kind bei der Verarbeitung des Albtraums unterstützen

Wenn ein Kind verängstigt oder weinend aufwacht, hatte es oftmals einen Albtraum. Dies ist für die Eltern in zahlreichen Fällen beunruhigend und sie machen sich Sorgen.

Zu Albträumen neigen aber viele Kinder, vor allem im Alter zwischen zwei und sechs Jahren.

Da die Kinder durch den verstörenden Traum aufwachen, bleibt er ihnen im Gedächtnis und an ein erneutes Einschlafen ist anschließend nicht mehr wirklich zu denken.

Dabei sollten sich Eltern bewusst machen: Albträume gehören dazu. Denn Kinder entwickeln sich schnell und sind mit den zahllosen Eindrücken, die sie tagsüber aufnehmen, oftmals überfordert.

Im Traum verarbeiten sie die Ereignisse des Tages, ebenfalls die schönen Erlebnisse, was sich ab und zu in einem Albtraum äußert.

Wie Kinder ihre Albträume verarbeiten können

Wenn ein Kind aus einem Albtraum aufwacht, braucht es vor allem Trost und Nähe. Es ist normal, dass das Kind sich in dem Fall wünscht, bei den Eltern zu schlafen, was man ohne Bedenken zulassen kann.

Wenn der Albtraum das Kind noch in den folgenden Tag hinein verfolgt, bietet man ihm Unterstützung an.

Hilfreich ist zum Beispiel eine Zeichnung, in der das Traumerlebnis verarbeitet wird, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt.

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Wie ihr gemeinsam bösen Träumen vorbeugen könnt

Um die Angst vor einem erneuten Albtraum zu lindern oder im Idealfall zu vermeiden, haben sich Kuscheltiere oder ein Nachtlicht an der Tür bewährt, damit das Zimmer nicht komplett im Dunkeln liegt.

Doch bereits am Tag können Eltern die Grundlage legen, dass ihr Kind gut schläft. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft soll dem "Schlafmagazin" zufolge helfen, dass Mädchen und Jungen ausgeglichener sind und daher besser träumen.

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Auch sollten Eltern die Medienkonsum kritisch prüfen. Denn das Kind lernt erst im Laufe seiner Entwicklung den Unterschied zwischen Realität und Fiktion. Daher wirken viele Geschichten und auch Märchen auf Kinder viel erschreckender und intensiver.

Demzufolge ist es ratsam, bei Kindern, die für Albträume empfänglich sind, die Spannungskurve am Abend niedrig zu halten.

Computerspiele oder stundenlanges Fernsehen sollten Familien vermeiden, da ein solcher Medienkonsum laut Gesundheitsexperten nicht kindgerecht ist und zu einem schlechten Einschlafverhalten führt - und auch zu Albträume. Auch schulischer Druck könne zu bösen Träumen führen, betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Demnach ist es besser, dem Kind abends beim Zubettgehen eine Geschichte vorzulesen oder ihm ein Schlaflied vorzusingen. Auch kann es das Kind entlasten, wenn es am Abend über seine Erlebnisse reden und sie so verarbeiten kann.

Wir das Kind jedoch oft und regelmäßig von Albträumen heimgesucht, sollten Eltern handeln. Das "Eltern"-Magazin empfiehlt in solchen Ausnahmefällen, mit den Erziehern im Kindergarten über etwaige Auffälligkeiten zu sprechen oder sich von einem Kinderarzt individuell beraten zu lassen.

Wer auch nach dem Einschlafen immer ein offenes Ohr für sein Kind haben will, kann zum Beispiel ein Babyphone nutzen.

(lira/cho)

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