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19/07/2017 16:47 CEST

Die harte "Morgenmagazin"-Schule: Maybrit Illner und Co blicken zurück

Hollywood-Stars im

Am 20. Juli 1992 flimmerte die ZDF-Ausgabe des gemeinsamen "Morgenmagazins" ("Moma") erstmals über die Bildschirme - die allererste Sendung lief am 13. Juli 1992 im Ersten. Zum 25-jährigen Jubiläum verraten einige ehemalige Moderatoren der ZDF-Ausgabe, was sie in der harten "Moma"-Schule gelernt haben.

Maybrit Illner: "Die beste Schule der Fernseh-Welt"

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Maybrit Illner (52) moderierte von 1992 bis 1999 das "Moma" und lei­tete die Redaktion von 1998 bis 1999. Seit 1999 macht sie den ZDF-Polittalk, der seit 2007 auch ihren Namen trägt: "maybrit illner". An das "Moma" erinnert sie sich als "ein echtes Pionier-Projekt - Programm-Vorläu­fer war ja das Testbild". Wie schwer es war, die dreieinhalb Stunden Sendung mit Programm zu füllen, ist kein Thema für sie. Doch an eines erinnert sie sich genau: "Und jedes Mal aufs Neue der Kampf gegen die innere Uhr - man steht einfach immer in Dreierreihe neben sich, egal wie spät es ist."

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Trotz der unchristlichen Arbeitszeiten erinnert sich die Journalistin aber auch gerne zurück, denn "die Sendung ist die beste Schule der Fernseh-Welt", sagt Illner und gibt ein paar Beispiele: "Schalten, die nicht standen, In­terview-Gäste, die verschliefen, Scheinwerfer, die im­plodierten... alles ist hier schon passiert - das ist Training fürs Le­ben!" Insofern bedeuten 25 Jahre "den Ritterschlag für die beste Fern­sehfamilie seit den Simpsons". Damit sei das "Moma" "endgültig Le­gende", findet die gebürtige Ost-Berlinerin.

Gundula Gause: "Ein Tiger des rus­sischen Staatszirkus"

Gundula Gause (52) war von 1992 bis 1998 die ständige Vertretung von Moderatorin Maybrit Illner. Neben ihrer Arbeit als Co-Moderatorin (seit 1993) im "heute-journal" bescherte ihr das laut eigenen Angaben "immer wieder aufre­gende, lehrreiche und interessante Ausflüge in die Magazin-Mo­deration". Einige Beispiele:

In einer Sendung ging es um "die Ab­schaffung des Kohlepfen­nigs, während ein Tiger des rus­sischen Staatszirkus durch unser Studio in Berlin schnüffelte und seinen Kopf unmittelbar neben mich auf einen Tisch legte". Ebenfalls nicht vergessen wird die Berlinerin illustre Studiogäste "von Peter Fonda über den Verpackungskünstler Christo bis hin zur damaligen Umweltminis­terin Angela Merkel".

Bettina Schausten: "Hauptstadt-Hype und echter Anfangs-Zauber"

Bettina Schausten (52) war von 1999 bis 2002 Redaktionsleiterin und "Moma"-Moderatorin, seit 2010 leitet sie das ZDF-Hauptstadtstudio. Sie erinnert sich vor allem an markante Ortswechsel: "Gleich in meine Anfangszeit beim 'Moma' fielen zwei Umzüge: der der Bundesregierung von Bonn nach Berlin und der der Sen­dung von Tempelhof nach Mitte. Erstbezug des Zollernhofs, Hauptstadt-Hype und echter Anfangs-Zauber. Alles neu", freut sich die gebürtige Nordrhein-Westfälin noch heute.

Ein wirklich spannender Moment war für sie aber auch das "ZDF-Morgenmagazin spezial" am 1. Januar 2000, eine Sondersendung an einem Samstag. "All­gemeines Milleniumsfieber und die große Sorge, dass durch die Umstellung des Datums von 99 auf 00 weltweit die Computer ab­stürzen könnten - mit unabsehbaren Folgen", beschreibt Schausten die damalige Situation. "Wir waren auf alles vorbereitet, auch auf den Weltuntergang. Es ging dann doch nochmal gut - wie eigentlich immer im 'Moma'." Für sie ist es die "Best morning show ever!"

Christian Sievers: "Motiviertes, profes­sionelles, supernettes Team"

Christian Sievers (*1969) moderierte von 1998 bis 2009 das "Morgenmagazin". Seit 2014 moderiert er die Nachrichtensendung "heute" um 19 Uhr und das "heute-journal". Als "Nachtmensch" habe er das "schrille Wecker-Klingeln um 3.30 Uhr im Rückblick verdrängt", gibt der gebürtige Offenbacher zu. Ebenso nur noch "blasse Erinnerung" seien "literweise schlechter Kaffee in der Redaktion und diese Brötchen-Hälften mit Scheibenkäse".

Wesentlich deutlicher in Erinnerung blieben dagegen "all die irren Erlebnisse mit einem ungewöhnlich motivierten, profes­sionellen und vor allem supernetten Team", sagt Sievers.

Patricia Schäfer: "Das 'Moma' hat mich Coolness gelehrt"

Noch ein klein wenig länger als Christian Sievers blieb Patricia Schäfer (49) dem "Moma" treu. Von 1998 bis 2010 war sie eines der beliebtesten Gesichter des Frühstücksfernsehens. Heute arbeitet die gebürtige Würzburgerin als Reporterin und Redakteurin im ZDF-Landesstudio Bayern. Auch für sie war die "Moma"-Zeit offenbar eine wichtige Schule: "Das 'Moma' hat mich Coolness gelehrt unter Zeitdruck, Schlag­fertigkeit, Schnelligkeit, Improvisation und Präzision."

Eines habe sie dort aber nicht gelernt: "Früh aufzustehen. Man gewöhnt sich einfach nie daran, dass der Wecker um 3.30 Uhr klingelt - egal, ob man als Lerche oder als Nachteule durchs Leben geht. Aber das 'Moma' war es immer wieder wert", erinnert sich Patricia Schäfer. "Für mich gibt es nach wie vor keine vielfältigere Informations-Sendung im deut­schen Fernsehen. Happy Birthday, liebes 'Moma' - wünscht eine überzeugte Momistin!"

Gutes Stichwort: Gefeiert wird dann auch am morgigen Jubeltag in der Sendung zwischen 5:30 Uhr und 9 Uhr - mit "vielen Überraschungen", wie einer aktuellen Moderatoren, Mitri Sirin (48), im Vorfeld versprochen hat...

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