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18/07/2017 13:41 CEST | Aktualisiert 18/07/2017 17:35 CEST

Wanderröte: Bei diesen Symptomen solltet ihr zum Arzt

LARRY MULVEHILL via Getty Images
Bei Wanderröte solltet ihr sofort zum Arzt

  • Zecken übertragen Borreliose

  • Das Problem: Oft sind die ersten Symptome wie Wanderröte erst Tage oder Wochen nach dem "Zeckenbiss" sichtbar

  • Wie ihr Wanderröte erkennt und wieso euch nur ein Arzt helfen kann

Zecken sind in dieser Jahreszeit wieder aktiv. Sie halten sich an Tieren und Menschen fest und stechen zu. Dabei können Tiere wie der Gemeine Holzbock oder die Schildwanze auch Krankheiten übertragen. Dass man die Tiere deshalb schnellst möglich und sauber entfernen soll, ist bekannt.

Ein Arzt ist dabei oft nicht nötig.

Doch auch danach können Krankheiten aufgrund des sogenannten "Zeckenbisses" auftreten. So gilt die Wanderröte als Symptom für eine Borreliose-Infektion. Diese von der Schildzecke übertragene Krankheit ist laut dem Robert-Koch-Institut in Deutschland weit verbreitet. Die Diagnose ist zudem nicht immer leicht, da die Beschwerden unterschiedlich und zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten können.

Mehr zum Thema: Gefahr Zeckenstich: 5 Anzeichen von Borreliose, die ihr nicht ignorieren solltet

Welche Symptome hat die Wanderröte?

Und so kann auch die Wanderröte erst Tage oder auch Wochen nach dem "Zeckenbiss" an der Einstichstelle entstehen. Bei Erwachsenen zeigt sich die Rötung auch an den Beinen, bei Kindern entsteht sie oft an Kopf und Hals.

"Die Wanderröte sieht aus wie eine Zielscheibe", sagte Hans Michael Mühlenfeld vom Hausärzteverband laut dem Nachrichtenportal "Focus Online". Die Hautrötung ist ringförmig und bis zu vier Zentimeter groß und wächst täglich. Das Zentrum ist der Informationsseite "Infektionsschutz.de" zufolge heller als der Rand. Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen können demnach ebenso auftreten.

Der Arzt verschreibt Antibiotika, um Spätfolgen zu verhindern

Bei den Symptomen rät die Seite, einen Arzt aufzusuchen. Mit einer frühen Einnahme von Antibiotika können Spätfolgen für Gelenke, Haut und sogar Herz am besten verhindert werden.

Daher verschreibe der Arzt bei diesem Krankheitsbild das Medikament auch dann, wenn sich der Patient nicht an einen Zeckenstich erinnert, sagt Mühlenfeld.

Wie schützt man sich vor Borreliose?

Wer an Borreliose erkrankt ist, ist nicht ansteckend. Jedoch bildet der Körper zumeist auch keine Immunität aus. Das bedeutet: Auch nach einer Infektion können Menschen erneut Borreliose bekommen.

Eine Impfung dagegen gibt es nicht. Der beste Schutz besteht darin, sich nicht von Zecken stechen zu lassen. Mit heller, körperbedeckender Kleidung, Insektenschutzmittel und einem prüfenden Blick über den Körper nach dem Ausflug in die Natur ist schon viel geholfen.

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(Credit: Reuters)

Entdeckt man trotzdem eine Zecke an der Haute, sollte man das Tier schnell entfernen. Denn saugt die Zecke länger als zwölf Stunden, steigt das Infektionsrisiko für Borreliose, warnt das Robert-Koch-Institut.

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