Österreichs Innenminister droht damit, die Grenze zu schließen - und will Seenotretter bestrafen

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WOLFGANG SOBOTKA
Österreichs Innenminister droht damit, die Grenze zu schließen - und will Seenotretter bestrafen | Heinz-Peter Bader / Reuters
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  • Der österreichische Innenminister Sobotka droht damit, die Grenze zu Italien zu schließen
  • Er will mit Soldaten die Grenze gegen Flüchtlinge abriegeln
  • Außerdem will Sobotka Strafen für Seenot-Retter einführen

Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) droht in der Flüchtlingskrise mit schneller Grenzschließung zu Italien und fordert scharfe Strafen für "selbsternannte Seenot-Retter" im Mittelmeer. Einzelnen Hilfsorganisationen warf er vor, direkt mit Schlepperbanden vor der libyschen Küste zu kooperieren. Das sagte Sobotka der "Bild"-Zeitung vom Dienstag.

"Wir machen den Brenner zu, wenn die Zahl der illegalen Einwanderer nach Österreich weiter steigt. Binnen 24 Stunden können wir mit Soldaten die grüne Grenze abriegeln und mit Zoll und Polizei scharfe Grenzkontrollen realisieren", sagte der Innenminister.

Unter Bezug auf die Situation in Italien, wo in diesem Jahr schon mehr als 85.000 Flüchtlinge angekommen seien, sagte Sobotka: "Es ist absehbar, dass sich die Lage zuspitzt, dass das nicht gut geht.“

"Sogenannte Helfer unterbinden"

Schon jetzt sei "ein Drittel der in Österreich aufgegriffenen Migranten nicht in anderen EU-Staaten registriert worden“, heißt es von Sobotka. "Das heißt: Sie wurden von kriminellen Banden auf illegalen Routen zu uns geschleust.“

Wichtig, so der Innenminister, sei: "Dass selbsternannte Seenotretter aus Europa nicht mehr bei den Schleusungen helfen, nicht mehr mit den Banden kooperieren.“ Natürlich dürfe niemand im Mittelmeer ertrinken.

"Wir müssen aber trotzdem unterbinden, dass so genannte Helfer weiterhin mit ihren Booten in libysche Hoheitsgewässer eindringen und dort die Flüchtlinge von den Schleppern direkt übernehmen.“

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(sk)

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