Kuscheln: So wichtig ist Bonding für Baby und Mutter

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BABY
Wenn das Baby noch klein ist, vermittelt ihm der Körperkontakt ein Gefühl von Sicherheit. | iStock
Drucken
  • Körperkontakt und Kuscheln fördern die Beziehung zwischen Eltern und Kind
  • Das Hormon Oxytocin gewährleistet zusätzlich, dass sich Säugling und Eltern berühren wollen
  • Sicherheit und Geborgenheit entstehen beim Bonding durch Hautkontakt und Streicheln

Nahezu jeder lässt sich gern streicheln. Vor allem für Kleinkinder ist es außerordentlich wichtig, dass ihre Eltern sie liebkosen. Die Mädchen und Jungen genießen die Aufmerksamkeit und fühlen sich geborgen.

Auch Mütter und Väter sehnen sich nach den Berührungen. Denn direkt nach der Geburt bewirkt eine Extra-Portion des Hormons Oxytocin, das als Bindungs- und Kuschelhormon bekannt ist, dass sich Eltern und ihre Kinder gerne anfassen.

Das ist für die Entwicklung des Kindes wesentlich. Denn die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und signalisiert jede Berührung umgehend an das Gehirn. Beim Bonding erleben Säuglinge nun erstmalige Reize von außen über die Haut, erläutert die Ratgeberseite "Leben und Erziehen".

Demzufolge wirkt es sich positiv auf das Kind aus, mit ihm zu kuscheln und ihm und sich selbst Zeit für den direkten Kontakt durch Streicheln, leichtes Kitzeln oder Küsse zu schenken.

Das Bonding erfüllt dabei unterschiedliche Aufgaben.

1. Kuscheln schenkt Geborgenheit

Da Säuglinge noch nicht in der Lage sind, sich verbal zu äußern, und die Sprache noch erlernen müssen, ist es umso wichtiger, sie durch liebevolle Aufmerksamkeit zu beruhigen. Die Berührung vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und Zärtlichkeit.

Das Baby fühlt sich nicht alleine und lernt, dass es sich auf seine Eltern verlassen kann.

2. Kuscheln beruhigt und gibt langfristig Selbstvertrauen

Wenn das Baby noch klein ist, vermittelt ihm der Körperkontakt, zum Beispiel beim Handauflegen beim Wickeln, ein Gefühl von Sicherheit.

Oftmaliges Loslassen verwirrt das Kind, ein ruhiges Festhalten empfindet es als angenehmer. Die empfundene Geborgenheit hilft schon den Kleinsten langsam Selbstvertrauen aufzubauen, wie das Magazin "Eltern" schreibt.

Mehr zum Thema: 9 Dinge, die Eltern mit ängstlichen Kindern probieren sollten

3. Kuscheln animiert das Gehirn

Sobald das Kind ein paar Monate alt ist, bieten sich spaßige Berührungsspiele wie die "10 Zappelmänner" an, die mit Liedern oder Versen verbunden sind. Den Berührungen sollen das Gehirn stimulieren und dem Bericht zufolge damit Kreativität und (Spiel-)Ideen fördern.

Mancher kennt Beispiele aus seiner eigenen Kindheit. Und wenn nicht, das Internet bietet eine große Auswahl.

Doch der Tastsinn braucht noch mehr

Kuscheln ist also eng verknüpft mit dem Tastsinn. Damit sich dieser aber optimal entfaltet, benötigt das Kind die Gelegenheit, ihn zu entdecken. An der Stelle hilft das Erkunden von allen erreichbaren Dingen wie Essen und Matsch oder dem Creme-Döschen mit den Fingern.

Mehr zum Thema: Wegen dieses fatalen Fehlers ist eine ganze Generation beziehungsunfähig

2017-06-20-1497957385-7066081-HuffPost1.png
Erste Worte, erstes Durchschlafen - und der erste Kita-Platz: All das ist Thema in unserer Eltern-Gruppe bei Facebook. Meldet euch hier an.

(lira/cho)

Korrektur anregen