Abstillen: Dein Baby von der Brust entwöhnen – so geht's

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ABSTILLEN
Das Stillen ist die natürliche Art der Nahrungsaufnahme für einen Säugling. | iStock
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  • Es gibt keinen feststehenden Termin für das Abstillen
  • Empfohlen wird das Stillen bis zum Beginn des fünften Monats oder darüber hinaus
  • Beim ausreichenden Zufüttern von Beikost lässt sich die Stillzeit verlängern

Das Stillen ist die natürliche Art der Nahrungsaufnahme für einen Säugling. Die Muttermilch sorgt für eine gute Entwicklung des Kindes und enthält alles, was es braucht.

Aus diesem Grund lautet die Empfehlung, Säuglinge für fünf Monate oder länger zu stillen und die Entwöhnung von der Brust langsam anzugehen.

Der österreichische Kinderarzt Peter Voitl empfiehlt zum Beispiel spätestens bis zum ersten Geburtstag, das Kind abzustillen. Denn viele Mädchen und Jungen lernen in dieser Zeit bereits zu gehen und können daher am Familienessen teilnehmen. Es gäbe seiner Ansicht nach also keine Notwendigkeit mehr, das Kind zu stillen.

Aber wie gelingt die Ernährungsumstellung?

Schritt für Schritt abstillen

Zu Beginn des Abstillens ersetzt man zunächst einzelne Brustmahlzeiten durch eine Breimahlzeit, empfiehlt sie Informationsseite "Leben und Erziehen". Wenn sich das Baby daran gewöhnt hat, beginnt man, eine weitere Brustmahlzeit durch Brei zu ersetzen.

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Auf diese Weise entwöhnt man das Baby langsam und vorsichtig von der Brust und führt es an eine andere Kost heran. Die besondere körperliche Nähe und die Zufriedenheit, die das Baby beim Stillen empfindet, stellen Mütter dadurch ebenso behutsam um.

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Denn das Stillen dient für das Kind nicht ausschließlich zur Nahrungsaufnahme, sondern beinhaltet gleichzeitig den engen Kontakt zur Mutter. Dieser verändert sich allmählich durch die Breimahlzeiten, was für beide eine Umstellung mit sich bringt.

Wenn das Kind nicht gut auf die angebotenen Breimahlzeiten und die Reduzierung der Brustmahlzeiten reagiert, sind Alternativen gefragt.

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Es hat sich bewährt, eine Brustfütterung wegzulassen und dem Kind eine Flasche oder alternativ Obst- oder Gemüsebrei anzubieten, wenn es hunger hat.

Gibt man dem Kind die Flasche, lässt sich diese mit abgepumpter Muttermilch zubereiten oder man füllt sie mit fertiger Säuglingsmilch, um das Kind langsam an das Abstillen zu gewöhnen.

Nach und nach die Stillzeit reduzieren

Die Stilldauer lässt sich ebenso langsam verringern, um das Kind behutsam zu entwöhnen.

Eine bisherige Stillzeit von zehn Minuten, reduziert man beispielsweise langsam auf acht Minuten und anschließend auf sechs Minuten. Ist das Kind im Anschluss noch hungrig, füttert man es zusätzlich mit einer kleinen Menge Brei.

Die Milchproduktion nimmt auf natürliche Weise ab.

Das behutsame Abstillen ist auch für die Mutter wichtig: Denn wenn sie weniger stillt, nimmt die Milchproduktion auf natürliche Weise ab. Die Brüste schwellen daher nicht mehr stark an und stellen sich auf die Entwöhnung des Kindes ein.

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(lira/cho)

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