Irakische Streitkräfte sollen in Mossul fünf deutsche IS-Frauen festgenommen haben

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MOSUL
Medienbericht: Irakische Streitkräfte sollen in Mossul fünf deutsche IS-Frauen festgenommen haben (Archivbild) | Alaa Al-Marjani / Reuters
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  • Irakische Streitkräfte sollen im befreiten Mossul laut Medienberichten fünf deutsche Frauen festgenommen haben
  • Die Frauen sollen Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat sein

Irakische Streitkräfte sollen bei einer Militäroperation in Mossul fünf Frauen aus Deutschland festgenommen haben. Die Frauen seien Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Darunter befinde sich möglicherweise die 16-jährige Linda W. aus Sachsen, berichtet die Tageszeitung "Welt". Deutsche Sicherheitsbehörden würden derzeit Hinweisen dazu nachgehen. W. sei im Sommer 2016 nach Syrien gereist und habe sich dort dem IS angeschlossen.

In den vergangenen Wochen sollen irakische Streitkräfte mehrere Frauen aufgegriffen haben, bei denen es sich um IS-Anhänger aus dem Ausland gehandelt habe.

Die Islamistinnen sollen aus Deutschland, Russland, Türkei, Kanada, dem Kaukasus, Libyen und Syrien stammen, berichtet die "Welt". Sie hätten sich in einem Tunnelsystem in dem vom IS befreiten Mossul versteckt.

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930 Islamisten aus Deutschland

Mehr als 930 Islamisten aus Deutschland reisten nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes nach Syrien und in den Irak.

Der IS hatte Mossul im Juni 2014 überrannt und von dort aus große Teile des Iraks eingenommen. Im vergangenen Oktober begann eine Offensive irakischer Sicherheitskräfte.

Mit Mossul hat der IS seine größte Hochburg im Irak verloren. Die Extremisten kontrollieren in dem Land nur noch wenige Orte und Gebiete an der Grenze zu Syrien.

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(ks)

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