Medienbericht: Türkischer Geheimdienst will Spitzel in deutschen Verfassungsschutz einschleusen

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MAASSEN DE MAIZIRE
Medienbericht: Türkischer Geheimdienst will Spitzel in deutschen Verfassungsschutz einschleusen | dpa
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  • Laut einem Medienbericht hat der türkische Geheimdienst offenbar versucht, Spitzel in den Verfassungsschutz einzuschleusen
  • Die verdächtigen Bewerber seien bei Überprüfungen aufgefallen

Der türkische Geheimdienst MIT versucht offenbar, gezielt Spitzel in das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einzuschleusen. Das berichtet die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Demnach seien die mutmaßlichen Spitzel bei routinemäßigen Überprüfungen der Bewerber aufgefallen.

Mehrere verdächtige Kandidaten "hatten sich sowohl auf Stellen für türkischsprachige Mitarbeiter als auch auf Jobs in anderen Bereichen des Verfassungsschutzes beworben", sagte ein Nachrichtendienstler der "Welt". Die Bewerber sollen in Kontakt mit dem MIT gestanden haben.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz wollte die Informationen der "Welt" auf Anfrage der Zeitung nicht bestätigen. Ein Sprecher teilte lediglich mit: "Das BfV ist wie jeder andere Nachrichtendienst Ziel von strategischen Einschleusungsversuchen ausländischer Geheimdienste. Deshalb müssen wir als Sicherheitsbehörde besonders wachsam in Bezug auf Bewerber sein."

Türkei soll Informationen über Politiker sammeln

Das Einschleusen von Spitzeln wäre nicht die einzige brisante Aktion des MIT in Deutschland. Der Geheimdienst soll laut einem Bericht der "Welt" im Juni verstärkt Informationen über deutsche Politiker sammeln.

Bereits seit Anfang des Jahres steht die Türkei in Verdacht, vermeintliche Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland auszuspionieren. Die Türkei behauptet, dass die Gülen-Bewegung hinter dem gescheiterten Militärputsch vor einem Jahr steckt und verfolgt ihre Anhänger als Terroristen.

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(ks)

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