Arizona: Sturzflut überrascht Familie - neun Menschen sterben

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ARIZONA
Eine Sturzflut erfasste eine Familie in Arizona | dpa
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  • Eine Sturzflut erfasste eine Familie in Arizona
  • Neun Menschen starben

Es ist das erschreckende Ende eines Wochenendausflugs: Eine Sturzflut hat im US-Staat Arizona eine Familie beim Baden in einem Teich überrascht und mindestens neun ihrer Mitglieder in den Tod gerissen.

Zu den Opfern zählen fünf Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren, wie Medien unter Berufung auf örtliche Behörden berichteten. Demnach wurde ein 13-jähriger Junge am Sonntag - einen Tag nach dem Unglück - noch vermisst.

Den Berichten zufolge ereignete sich das Unglück nach sintflutartigen Regenfällen in einem Schlucht nahe Payson. Ein Bach sei binnen kurzer Zeit massiv angeschwollen, und Wassermassen mit Geröll seien in den Teich gestürzt. Vier Menschen seien gerettet, neun ihrer Angehörigen am Samstag und Sonntag tot geborgen worden.

Es besteht eine Wetterwarnung vor Sturzfluten

Bis Montagabend gilt im Südosten Arizonas nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes eine Warnung vor Sturzfluten - wegen des Regens.

Wie der Nachrichtensender ntv mit Berufung auf Behördenangaben berichtet, sollen seit 1996 mindestens 40 Menschen bei Sturzfluten in dem Bundesstaat gestorben sein.

Gefahr von Sturzfluten steigt auch in Deutschland

Auch in Deutschland kann es nach Starkregen zu solchen lebensgefährlichen Sturzfluten kommen, wie zum Beispiel die Katastrophe von Simbach am Inn im vergangenen Sommer gezeigt hat.

"Die Projektionen von Klimamodellen lassen eine Zunahme solcher starkregenauslösenden Wetterlagen für die Zukunft vermuten. Die erlebten Sturzfluten können ein Vorgeschmack auf die Sommer in einer zukünftigen wärmeren Welt sein", sagte Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes, vergangenes Jahr.

Er warnt: "Sturzfluten können an jedem Ort in Deutschland eintreten. Darauf müssen wir uns mit noch besseren Wettervorhersagen, mehr Eigenvorsorge der Bürger und einer neuen Kultur im Umgang mit Naturgefahren vorbereiten.“

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