Traumtouren an der Felbertauernstraße

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Biker unterwegs vor den Felsen des Vaude

Die Felbertauernstraße mitten durch den Nationalpark Hohe Tauern ist seit 50 Jahren die landschaftlich reizvollste Strecke für Urlauber, die es in den Süden zieht. Sie ist nicht nur eine preisgünstige und staufreie Alternative zum Brenner oder zur Tauernautobahn, sondern bietet jede Menge Möglichkeiten, den Urlaub zu beginnen oder auf der Rückreise ausklingen zu lassen. Zum Beispiel mit dem Fahrrad.

"Ich versuche, so viel wie möglich zu biken", sagt Klaus Kollnig. Der leidenschaftliche Radler ist als Betriebsleiter verantwortlich für den reibungslosen Betrieb der Route über den Alpenhauptkamm vom Salzburger Land nach Matrei in Osttirol. "Ein besonders attraktiver Ausgangspunkt für Touren ist Matrei", schwärmt der 46-jährige.

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Gigantischer Blick auf den Großglockner

Am Südende der Felbertauernstraße lässt sich die traumhafte Landschaft rund um den Nationalpark Hohe Tauern auf ebenen Strecken genauso gut erkunden wie auf anspruchsvollen Trails. Die vielen Variationen über das "Kals-Matreier-Törl" zum Beispiel haben alle eine Gemeinsamkeit: Einen gigantischen Blick auf den Großglockner, mit seinen 3.798 Meter höchster Berg der Alpenrepublik.

Die schönste Tour ist auch die anstrengendste

Eine klassische Route führt im atemberaubenden alpinen Gelände auf 87 Kilometern von Matrei über Huben, Kals und Lienz mit einer Menge spannender Trailmöglichkeiten. "Das ist mit Abstand die schönste Tour, aber auch die anstrengendste. Da sollte man schon fit und erfahren sein", so Kollnig, dessen Frau Manuela übrigens lange die beste Mountainbikerin Osttirols war.

Ein unvergessliches Urlaubserlebnis

Auch ein Abstecher in das Herz des Nationalparks Hohe Tauern ist ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Mit seinen fast 2.000 Quadratkilometern Fläche ist er das größte Naturschutzgebiet im gesamten Alpenraum. Das Virgental führt auf einem der reizvollsten Radwege Österreichs in den Park hinein. Auf insgesamt 21 Kilometern folgen Radsportler ihm von Matrei zum Parkplatz Ströden. Ambitionierte Mountainbiker fahren weiter bis zum Ausgangspunkt der spektakulären Umbalfälle.

Wer so viele Höhenmeter scheut, macht es einfach anders herum: Per Bus geht es von Matrei aus bis zu den Wasserfällen und dann den Virgental-Radweg einfach talauswärts. Bis auf wenige Gegenanstiege geht es immer bergab entlang der rauschenden Isel, dem einzigen ungezähmten Gletscherfluss der Alpen. Ein Besuch im Defereggental, einem der am dünnsten besiedelten Regionen der österreichischen Bergwelt ist hingegen das Richtige für alle, die Ruhe und Einsamkeit suchen. Hier finden Mountainbiker unbekannte Wege, z.B. über anspruchsvolle Singletrails und spannendes Gelände über den geographischen Mittelpunkt Osttirols am Firstkogel zur Bloshütte. Oder auf das "Klammljoch", zur Südtiroler Grenze im Gebiet der imposanten Rieserfernergruppe. "Wer Zeit hat, sollte die 800 Jahre alte Jagdhausalm besichtigen oder macht einen Abstecher zum Klammlsee", empfiehlt Kollnig.

Schließlich: Familien und Genussfahrer kommen unweit der Felbertauernstraße genauso auf ihre Kosten, und auch die Jüngsten treten gern in die Pedale. Sie folgen von Matrei aus dem landschaftlich wunderschönen, 29 Kilometer langen Iseltal-Radweg in Richtung Lienz. Bei einer durchschnittlichen Steigung von nur einem Prozent bleibt viel Zeit und Energie zum Genießen. "Und wer nicht mehr zurückradeln möchte, nimmt einen der ganztägig verkehrenden Busse zum Aufbruchsort.", weiß der Bike-Experte. Weitere Informationen: www.felbertauernstrasse.at

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