Fortschritt bei Brexit-Verhandlungen: Großbritannien erstmals zu Zahlungen bereit

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MAY TUSK
Großbritannien räumt vor den Verhandlungen am Montag in Brüssel EU-Verpflichtungen ein. | Francois Lenoir / Reuters
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  • London signalisiert vor den Verhandlungen zum Brexit am Montag zum ersten Mal eine Bereitschaft, sich mit der EU zu einigen
  • Das geht aus einem Brief der britischen Regierung hervor
  • Die EU hält weiterhin an der Forderung fest, dass Großbritannien trotz Brexit finanzielle Verpflichtungen gegenüber der EU hat

Die britische Regierung hat erstmal grundsätzlich anerkannt, dass Großbritannien auch nach dem Brexit finanzielle Verpflichtungen gegenüber der EU hat. Das geht aus einem Brief an das britische Parlament hervor, wie die "Financial Times" berichtet.

Treffen zur nächsten Verhandlungsrunde

"Die Regierung erkennt an, dass das Vereinigte Königreich Verpflichtungen gegenüber der EU hat, und die EU gegenüber dem Vereinigten Königreich, die über Großbritanniens Austritt hinaus Bestand haben", heißt es in dem Schreiben der Brexit-Staatssekretärin Joyce Anelay.

Am Montag findet ein Treffen von Vertretern der EU und Großbritanniens in Brüssel statt. Dort geht es in die nächste Verhandlungsrunde. Die Nachricht von dem Schreiben stieß in Brüssel auf positive Reaktionen.

Das Statement gehe "deutlich weiter" als bisherige Statements aus London. Das sagte ein EU-Diplomat der "Financial Times". Es wird jedoch keine konkrete Summe genannt.

Die EU fordert 100 Milliarden Euro

Wie kostspielig wird der Brexit für Großbritannien? Standpunkt der EU ist, Großbritannien müsse Verpflichtungen erfüllen, die es in den vier Jahrzehnten der Mitgliedschaft in der Union eingegangen sei, trotz Brexit.

Genannt wird eine Summe von bis zu 100 Milliarden Euro. Darin enthalten sind zum Beispiel Haushaltsverpflichtungen, Zusagen gegenüber EU-Institutionen sowie Pensionskosten für Beamte und einiges Weitere.

Die Brexit-Rechnung dürfte zum zentralen Streitpunkt in den Austrittsverhandlungen werden.

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(ks)

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