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14/07/2017 02:56 CEST | Aktualisiert 14/07/2017 11:44 CEST

Afd will Sender verklagen - wegen deren Politik-Talkshows

ullstein bild via Getty Images
Die AfD beklagt, bei Sendungen wie "Maybrit Illner" nicht genügend zu Worte zu kommen.

  • Die AfD fühlt sich von Sendungen wie "Hart aber Fair", "Maischberger" oder "Maybrit Illner" ausgeschlossen

  • Die Populisten-Partei spielt deshalb mit dem Gedanken, gegen die Sender zu klagen

  • Die Sender bestreiten, dass man AfD-Politiker nicht genügend berücksichtige

Ob "Maischberger" oder "Maybrit Illner": Die AfD fühlt sich in den Polit-Talkshows von ARD und ZDF nicht angemessen vertreten und erwägt deshalb eine Klage gegen die Fernsehsender. "Es ist schwer, mit Themen durchzudringen, wenn sie vor allem von den öffentlich-rechtlichen Medien nicht transportiert werden", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wir überlegen gerade, ob wir uns in die Talkshows einklagen. Rechtlich ist das möglich."

Nach einer parteieigenen Auswertung seien unter den insgesamt 162 eingeladenen Politikern der vier großen Talkshows von Frank Plasberg, Maybrit Illner, Sandra Maischberger und Anne Will im ersten Halbjahr 2017 nur vier AfD-Vertreter gewesen, sagte Meuthen dem Magazin. Das seien gerade einmal 2,5 Prozent.

Redaktionen bestimmen selbst, wer kommt - und wer nicht

Meuthens Kritik stößt bei den Sendern auf Unverständnis. "Die Talkredaktionen entscheiden selbst, welche Gäste sie zu welchen Themen einladen. Es gibt keine Quotierung bei der Auswahl", sagte ARD-Chefredakteur Rainald Becker dem "Focus".

Auch WDR-Sprecherin Kristina Bausch betonte, es gehe rein um "journalistische Kriterien".

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(sk)

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