35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G20-Einsatz in Hamburg

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HAMBURG
Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • Gegen 35 Polizisten sind Ermittlungen aufgenommen worden
  • Bürgermeister Scholz verteidigt das Vorgehen der Polizei vehement

Nach dem teils gewaltsamen Durchgreifen der Polizei bei den G20-Protesten laufen aktuell 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte. Das berichtet die Zeitung "Welt" unter Berufung auf die Hamburger Innenbehörde.

Sieben der 35 Verfahren seien von Amts wegen eingeleitet worden, in vier Fällen wegen Körperverletzung im Amt. Nach Angaben der Innenbehörde würde erfahrungsgemäß die Anzahl der Ermittlungsverfahren in den nächsten Tagen weiter steigen.

Bürgermeister Scholz verteidigt Polizeieinsatz

Bei den drei Tage dauernden Ausschreitungen während des Gipfels waren fast 500 Polizisten und eine unbekannte Zahl an Demonstranten verletzt worden. Zwar fanden auch Demonstrationen mit überwiegend friedlichen Teilnehmern statt, doch auch dort hatte die Polizei teilweise Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt. Am Freitag vergangener Woche eskalierte die Gewalt dann im Schanzenviertel.

An diesem Freitagmorgen verteidigte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) abermals das Vorgehen der Polizei: "Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise", sagte Scholz dem Radiosender NDR 90,3. Es habe sehr besonnene, mutige und sehr schwierige Einsätze der Polizei gegeben. "Und die Polizei hat wirklich alles getan, was möglich gewesen ist", so Scholz.

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