Florida: So rettete eine Menschenkette eine Familie vor dem Ertrinken

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PANAMA CITY BEACH
Eine Familie gerät in Florida durch eine Meeresströmung in Lebensgefahr. | Carlos Jasso / Reuters
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  • Eine Familie gerät in Florida durch eine Meeresströmung in Lebensgefahr
  • Ein Strandbesucher weiß, wie er die Menschen vor dem Ertrinken bewahren kann
  • Doch er benötigt Hilfe - für eine Menschenkette

Baden im Meer gehört für viele zum Urlaub dazu. Doch Meeresströmungen können tückisch und gefährlich sein. Das erlebten nun neun Badegäste des Panama City Beach. Die weißen Stränden und das klare Wasser des Golfs von Mexiko lockten sie in Florida ins Meer - doch sie schafften es nicht mehr selbst zurück ans Land.

Roberta Ursrey, ihre beiden Kinder, ihre Mutter sowie fünf weitere Menschen waren in Lebensgefahr, berichtet die britische Zeitung "Guardian".

Derek Simmons picknickte unterdessen am Strand. Als er die Notlage der Menschen erkannte, rannte er sofort ins Wasser. Dort wurde im klar, vor welchem Problem er stand. "Die Leute da draußen ertrinken", sagte ihm ein Mann, der auch helfen wollte. "Ich komme nicht an sie ran, weil die Strömung so stark ist."

Simmons Idee: eine Menschenkette.

Die Menschen hatten zunächst Angst

Den Medienberichten zufolge riefen die Männer für ihre Aktion um Hilfe. Simmons Frau unterstützte sie. Manche Strandbesucher hatten zuerst Bedenken, befürchteten selbst von der Strömung erfasst zu werden.

Trotzdem wuchs die Gruppe auf mehrere Dutzende Helfer an. "Es war wunderbar zu sehen, wie Menschen unabhängig von Geschlecht und Herkunft zusammenkommen, um Fremden zu helfen", schreibt Jessica Simmons auf Facebook.

80 Menschen verschränkten letztlich im Wasser Arme und Beine ineinander und bildeten eine rund 90 Meter lange Kette.

Die Menschenkette rettete neun Menschen das Leben

So retteten die Strandbesucher nacheinander neun Menschen aus der Strömung. Ursreys 68 Jahre alte Mutter hatte im Meer einen Herzanfall und war bewusstlos.

"Es war eine Welle der Menschlichkeit, die einige Dinge wieder ins Blickfeld gerückt hat", sagte er dem "Guardian". "Vielleicht haben wir nicht alle die Hoffnung in dieser Welt verloren."

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(mf)

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