Eklat bei "Maischberger": Das passierte hinter den Kulissen nach Bosbachs Abgang

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  • Wolfgang Bosbach hat die Sendung "Maischberger" empört verlassen, nachdem er mit Jutta Ditfurth aneinander geraten war (Video oben)
  • "stern"-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges war ebenfalls Gast der Sendung
  • Nun äuĂźerte er sich zu dem Vorfall, den er als "unnötigen Eklat" bezeichnet

Am Mittwoch hat Wolfgang Bosbach empört die Talkrunde bei "Maischberger" verlassen. Grund dafür war eine Auseinandersetzung des CDU-Politikers mit der linken Aktivistin Jutta Ditfurth.

Es ging um die G20-Krawalle und die Frage, wer Schuld an der Eskalation trage. Ditfurth kritisierte in der Sendung wiederholt die Arbeit der Polizei in Hamburg. Irgendwann stand Wolfgang Bosbach auf und verließ die Sendung mit den Worten: "Frau Ditfurth ist persönlich und in ihrem Verhalten unerträglich. Ich gehe!"

Das geschah hinter den Kulissen

Der “stern”-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges saß auch in der Runde und berichtete nun für “stern.de”, was vor und nach dem Eklat passierte.

Es habe aber während der Sendung "Maischberger" schon einmal einen Moment gegeben, in dem Bosbach kurz davor war, die Runde zu verlassen, sagte Jörges. Sogar sein Mikro und den Funksender habe der CDU-Politiker schon in der Hand gehabt.

Im Fernsehen war dies nicht zu sehen, aber Bosbach sagte im Vorfeld seines Abgangs: "Frau Maischberger, ich habe Ihnen vor zehn, fĂĽnfzehn Minuten gesagt, was ich mitmache und was nicht!"

Sandra Maischberger wollte Bosbach zurĂĽckholen

Sandra Maischberger habe erfolglos versucht, Bosbach zurückzuholen. Dafür sei die Sendung durch einen Einspieler unterbrochen worden. "Sie kam dann aber allein zurück und berichtete, Bosbach sei sehr aufgeregt gewesen”, sagte Jörges "stern.de".

"Schade, dass Bosbach gegangen ist", sagte Jörges. "Die Sendung ging ja nur noch ein paar Minuten. Aber er hat schon gefehlt”, meinte der Kolumnist.

Jörges: "Das war ein völlig unnötiger Eklat"

Ulrich Jörges kann den plötzlichen Abgang nicht ganz nachvollziehen. "Jutta Ditfurth ist ihn ja gar nicht so scharf angegangen, sondern den Hamburger Polizisten Joachim Lenders", sagte Jörges. Bosbach hätte wohl das Gefühl, den Polizisten verteidigen zu müssen.

Nach der Sendung hätten sich alle Gäste entspannt. Wolfgang Bosbach sei dann schon weg gewesen, Jörges. Sein Fazit: "Ein völlig unnötiger Eklat." Ähnlich hatte Moderatorin Sandra Maischberger den Vorfall kommentiert. "Das ist immer eine Niederlage", sagte sie zu ihrem gescheiterten Versuch, Bosbach zum Bleiben zu bewegen.

Bosbach selbst bereute seinen dramatischen Abgang in keiner Weise. Zu "Focus Online" sagte er: "Es wäre vielleicht besser gewesen, noch früher zu gehen. Die permanente Mischung aus Dazwischenquatschen und Grimassenschneiden von Frau Ditfurth war eine echte Zumutung."

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(jg)

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