Eklat bei "Maischberger": CDU-Politiker Bosbach stürmt wutentbrannt aus der Sendung

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  • CDU-Politiker Bosbach hat die Sendung "Maischberger" vor laufender Kamera verlassen (siehe Video oben)
  • Er stritt sich in der Sendung mit der linken Aktivistin Jutta Ditfurth
  • Sandra Maischberger wollte Ditfurth nach dem Eklat aus der Sendung werfen
  • Doch die blieb einfach sitzen

Der G20-Gipfel hält Deutschland weiter in Atem: Polizei und Demonstranten lieferten sich in Hamburg wüste Straßenschlachten. Auch die Gespräche über die Gewaltexzesse im Hamburger Schanzenviertel bergen Konfliktpotenzial. Jetzt ist es in der ARD-Talkshow "Maischberger" zur Eskalation gekommen.

Wolfgang Bosbach und Jutta Ditfurth gifteten sich in der Sendung immer wieder an, der CDU-Politiker gegen die linke Aktivistin. Immer wieder kritisierte Ditfurth in der Sendung die Arbeit der Polizei in Hamburg. Bosbach hingegen sagte: "Wir sind seit Tagen von Sofaexperten umgeben, die noch nie einen Polizeieinsatz geleitet haben."

Ditfurth sagte, in Hamburg seien Demonstranten Grundrechte weggenommen worden, "weil Leute schwarz gekleidet waren".

Ditfurth: Bosbach ist "eine kleine Mimose"

Für Bosbach war das zu viel. Er stand auf, wollte gehen. Moderatorin Sandra Maischberger versuchte noch, den CDU-Mann im Studio zu halten: "Herr Bosbach, bitte bleiben Sie bei uns!" Doch Jutta Ditfurth spie weiter Gift und Galle in Richtung von Bosbach: "Sie sind eine kleine Mimose! Wie kann ein erwachsener Mensch so mimosenhaft sein!"

Bosbach platzte der Kragen: "Frau Ditfurth ist persönlich und in ihrem Verhalten unerträglich. Ich gehe!" Er wandte sich von Maischberger ab - und stürmte wutentbrannt in großen Schritten aus dem Studio.

Die Links-Aktivistin teilte weiter aus, warf Bosbach hinterher: "Der war von Anfang an schon so."

Nun lag es an Maischberger, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie bat Ditfurth höflich, die Sendung zu verlassen. Denn nur so sei nach dem Abgang von Bosbach wieder Parität in der Diskussionsrunde hergestellt.

Ditfurth will nicht gehen

Doch Ditfurth wollte davon nichts wissen. "Nein", sagte sie. Und: "Warum soll ich gehen? Ich habe mit Herrn Bosbach nichts zu tun!"

Ditfurth blieb einfach sitzen. Maischberger musste kapitulieren, verlor endgültig die Kontrolle über die Sendung, die von Anfang an von einer ausgesprochen hitzigen Diskussion dominiert war. Maischberger ließ die Links-Aktivistin gewähren, wollte das Gespräch wieder in Gang bringen.

Die letzten zehn Minuten waren dann im Vergleich zur übrigen Sendung weniger aggressiv. Ditfurth teilte zwar weiter aus. Doch ohne Bosbach fehlte ihr ein geeignetes Ziel, um ihre Kritik mit wütenden Zwischenrufen und Beleidigungen vorzutragen.

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(ks)

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