Trumps Kandidat für den FBI-Posten betont seine Unabhängigkeit - und warnt vor Russland

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Trumps Kandidat für den FBI-Posten betont seine Unabhängigkeit - und warnt vor Russland | Carlos Barria / Reuters
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  • Trumps Kandidat für den Posten des FBI-Chefs, Christopher Wray, hat vor dem Senat seine Unabhängigkeit beteuert
  • Er warnte außerdem vor Russland

Noch ist der Posten des FBI-Direktors unbesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte den Chef der Behörde, James Comey, entlassen - was für wilde Spekulationen sorgte. Als Nachfolger hat Trump den Juristen Christopher Wray nominiert.

Der hat am Mittwoch vor dem Justizausschuss des Senats seine Unabhängigkeit beteuert. Und auch vor Russland gewarnt. Wray hat damit Zweifel zerstreut, er sei seinem künftigen Chef vielleicht hörig.

Wray sagte, er werde es niemals erlauben, dass die Arbeit des FBI von etwas anderem als "den Fakten, dem Gesetz und dem unparteiischen Streben nach Gerechtigkeit" getrieben werde. Der einzig richtige Weg, die Bundespolizei zu leiten, liege darin, unabhängig zu sein.

Die Ermittlungen zu Russland seien keine Hexenjagd

Er sagte weiterhin, er glaube nicht, dass es eine "Hexenjagd" auf Donald Trump gebe. Der US-Präsident hatte Enthüllungen in der Russland-Affäre und die Ermittlungen dazu wiederholt als "beispiellose Hexenjagd" bezeichnet.

Über Russland sagte Wray, er denke, es sei eine Nation, "mit der wir sehr vorsichtig umgehen müssen", wie unter anderem ,"Zeit Online" berichtete. Das FBI untersucht mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam.

Über die neusten Entwicklungen im Fall von Donald Trump Jr. könne Wray nichts sagen. Der älteste Sohn des Präsidenten hatte sich mit einer russischen Anwältin getroffen - von der er sich belastendes Material über Hillary Clinton erhofft hatte.

Über Comeys Rausschmiss weiß Wray nichts

Wray soll nach dem Willen Trumps Nachfolger des gefeuerten FBI-Chefs James Comey werden. Der Senat muss der Personalie zustimmen. Trump hatte Comey im Mai überraschend entlassen. Später räumte der Präsident ein, dass er bei dem Rauswurf die Russland-Ermittlung des FBI mit im Sinn hatte.

Wray erklärte, er habe niemals mit dem Weißen Haus über die Umstände von Comeys Entlassung gesprochen.

Mit Material der dpa

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