Medienbericht: Tod von IS-Anführer al-Baghdadi offenbar bestätigt

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Medienbericht: Tod von IS-Anführer al-Baghdadi offenbar bestätigt | dpa
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  • Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat laut Medienberichten "bestätigte Informationen" über den Tod von IS-Anführer al-Baghdadi
  • Bereits vor drei Wochen hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, al-Baghdadi sei bei einem Luftschlag getötet worden

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur den Tod von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bestätigt. Aktivisten aus dem syrischen Dair as-Saur hätten entsprechende Informationen von hochrangigen Mitgliedern des Islamischen Staates (IS) erhalten, teilte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Demnach sei aber unklar, ob al-Bagdadi bei einem neuen Luftangriff oder an den Folgen von früheren Verletzungen gestorben sei. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Bereits drei Wochen zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, der IS-Anführer sei bei einem russischen Bombenangriff in Rakka getötet worden. Die USA konnte den russischen Bericht nicht bestätigten, auch die irakische Regierung zeigte sich skeptisch.

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Nach monatelangen Kämpfen stehen die Kräfte des IS im syrischen Rakka vor einer Niederlage.

IS-Chef al-Baghdadi trat nur selten in der Öffentlichkeit auf. Ende 2014, wenige Tage nach Ausrufung des Kalifats, tauchte er allerdings überraschend in einer Moschee im nordirakischen Mossul auf und hielt die Freitagspredigt.

Bereits mehrfach gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten sich später als falsch heraus.

Die USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar (22,43 Millionen Euro) auf al-Bagdadi ausgelobt.

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Mit Material der dpa

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(mf)

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