Green Day: "Wir sind keine herzlosen Menschen" - warum es ihre Fans anders sehen

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Billie Joe Armstrong von Green Day auf der Konzertbühne in Madrid

Die Wut und Verständnislosigkeit gegenüber der US-amerikanischen Punkband Green Day ("American Idiot") war am Wochenende im Netz grenzenlos. Jetzt meldete sich Frontmann Billie Joe Armstrong (45) in einem längeren Facebook-Eintrag zu Wort. Die Hauptaussage: "Wir sind keine herzlosen Menschen." Doch was war passiert? Die Kalifornier waren als Headliner auf dem "Mad Cool Festival" in Madrid gebucht und spielten dort wie vereinbart ihr Konzert vor rund 45.000 Menschen am Freitagabend als wäre nichts geschehen.

Last night at the Mad Cool festival in Spain there was a horrific accident. An acrobat by the name of Pedro was killed...

Posted by Green Day on Samstag, 8. Juli 2017

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Das Problem: Leider ereignete sich ca. 40 Minuten vor dem Green-Day-Auftritt in unmittelbarer Umgebung der Hauptbühne ein tragischer Unfall. Ein 42-jähriger Akrobat aus Großbritannien stürzte während einer Vorführung rund 30 Meter in die Tiefe und starb. Der Unfall wurde von Kameras live auf riesige Videowände auf der Bühne übertragen.

Die Band wusste von nichts

Wie Green Day nun berichtet, hätten die Bandmitglieder aber von alldem überhaupt nichts mitbekommen und seien völlig ahnungslos auf die Bühne gekommen. Der Veranstalter habe sich zuvor darauf verständigt, dass aus Sicherheitsgründen das Festival fortgesetzt werden sollte. Auch eine kurze Verzögerung vor dem Auftritt sei ihnen nicht komisch vorgekommen. "Wir hatten keine Ahnung, dass es einen solchen Unfall gab", schrieb Armstrong.

Alles sei für Billie Joe und seine Kollegen an diesem Abend normal gelaufen, auch die Fans hätten gefeiert wie immer. Erst nach dem Konzert sei man über den Tod des Akrobaten informiert worden. "Das ist in 30 Jahren Green Day noch nie passiert", schrieb Armstrong. Wenn er und seine Kollegen von dem Vorfall gewusst hätten, wären sie niemals auf die Bühne gegangen. "Die Sicherheit und das Wohlbefinden von jedem auf unseren Konzerten steht absolut an erster Stelle", heißt es weiter. Man sei geschockt und denke nun an die Freunde und Familie des Verstorbenen.

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