Diese Selfies zeigen den ganzen Wahnsinn der Krawalle in Hamburg

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SELFIE G20
Ein einziges Foto zeigt den ganzen Wahnsinn der Krawalle in Hamburg | Getty
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  • Durch die Ausschreitungen während des G20-Gipfels ist die politische Botschaft der Proteste in den Hintergrund gerückt
  • Fotos zeigen: Einigen Teilnehmern der Proteste ging es wohl nur um die Lust an der Gewalt

Die Szenen machen sprachlos: Freitagabend hat ein linksextremistischer Mob das Schanzenviertel in Hamburg verwüstet. Die Gewalttäter entzündeten Barrikaden, plünderten Supermärkte und auch einen Apple-Store.

Eigentlich wollten die Gegner des G20-Gipfels mit ihrem Protest ein Zeichen gegen das Treffen der Staatschefs setzen. Doch die Botschaft der durchaus auch anwesenden friedlichen Demonstranten ging im flammenden Chaos unter. Was übrig blieb, waren zerbrochene Scheiben, rauchender Müll auf den Straßen und der Geruch von Tränengas in der Luft.

Oder Bilder wie dieses: Ein Mann macht vor einer brennenden Barrikade mit einem Grinsen im Gesicht ein Selfie. Der "Spiegel"-Journalist Torsten Beeck kommentierte das Foto lakonisch in der Art eines Lexikon-Eintrags: "Kapitalismuskritik, die".

Bald tauchte am Freitagabend im Netz dafür die Bezeichnung "Krawalltouristen" auf. Das Foto des Selfie-Demonstranten verdeutlicht: Einigen Teilnehmern der Proteste ist es offenbar nur um die pure Lust an der Gewalt gegangen.

"Das sind also diese Chaoten"

Das Foto produzierte heftige Reaktionen. Regisseur David Brückner kommentierte sarkastisch: "Das sind also diese Chaoten, die bei Mama leben und ein iPhone besitzen."

Ein weiterer Nutzer schreibt: "Sehe da nur Verzogene, bei denen das Geld der Eltern nicht für Hipster gereicht hat."

"Computer Bild"-Journalist Christian Just kommentiert ironisch: "Immerhin nutzt er ein proletarisches Smartphone."

Ein weiterer Nutzer fragt entgeistert in die Runde: "Das ist doch hoffentlich Fake und Verarsche, richtig??"

Mehr zum Thema: "Dumm, dümmer, Stegner": Publizist Broder beschimpft SPD-Politiker nach Tweets zu G20

Foto ist offenbar echt

Tatsächlich diskutieren viele Nutzer, ob das Foto manipuliert und der Mann erst nachträglich eingefügt wurde. Publizist Christoph Kappes bestätigt jedoch, er habe daneben gestanden. Das Foto sei also kein Fake.

Und Journalist Stefen Niemeyer berichtet: Es habe viele ähnliche Szenen gegeben - wie Bilder von sich fotografierenden Linksextremen zeigen. "Wenn das Bild nicht echt sein sollte, so passt es als Symbolbild."

Grünen-Politiker Lars Brücher schreibt, es habe bei den Protesten viele Mitläufer gegeben: "unvermummt, normal bekleidet, alkoholisiert". Also eher Schaulustige, keine Aktivisten.

Ein Twitter-Nutzer fasst für sich zusammen: "Oder anders gesagt: Vollidioten."

Mehr zum Thema: Alle wichtigen Informationen zum G20-Gipfel findet ihr in unserem Live-Blog

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(jg)

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