Absurder G20-Kommentar: Chefin von "Bild am Sonntag" wünscht sich "sinnvolle Gewalt" gegen Demonstranten

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Sinnbefreiter Kommentar: Chefin von "Bild am Sonntag" wünscht sich "sinnvolle Gewalt" gegen "Demonstranten" | Reuters
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  • Hamburg erlebt die gewalttätigsten Proteste seit Jahrzehnten
  • Die Reaktionen auf die Ausschreitungen fallen entsetzt und bisweilen übermäßig wütend aus
  • So sprach die Chefin von "Bild am Sonntag" in einem Tweet von "sinnvoller Gewalt" gegen "Demonstranten"

Die Bilder, die die Menschen von den Gewaltexzessen in Hamburg erreichen, sind erschütternd. Und sie lösen heftige Reaktionen aus.

Nicht jede davon ist sinnvoll. Das bewies in der Nacht zum Samstag die Chefredakteurin der "Bild am Sonntag", Marion Horn. Als Reaktion auf das brutale Schauspiel der Linksextremen im Hamburger Schanzenviertel, twitterte sie: "Je öfter ich 'sinnlose Gewalt' lese, desto größer wird mein Appetit auf 'sinnvolle' gegen diese 'Demonstranten'". Hinzu setzte sie den Hashtag "Knast".

"Die Decke der Zivilisation ist dünn"

Horns wütende Logik: Feuer muss mit Feuer bekämpft werden. Und Gewalt mit Gewalt. Letztere scheint für sie dann moralisch gerechtfertigt, wenn sie durch Ordnungshüter und Polizisten ausgeübt wird.

Dabei zeigt doch gerade die Eskalation der Krawalle in Hamburg, dass Gewalt, egal von welcher Seite, zu mehr Gewalt und Chaos führt. Und unabhängig ihrer Quelle zu verurteilen ist.

Das sehen auch die vielen Twitter-Nutzer so, die auf Horns Kommentar reagiert haben. "Das ist nicht euer Ernst, oder?", schrieb einer. Horns Aussage sei "unverantwortlich".

Ein weiterer Nutzer erboste sich, Gewalt, egal von wem, sei inakzeptabel - und "indirekt dazu aufrufen ebenfalls!"

Und ein Twitter-Nutzer brachte Horns fragwürdige Überreaktion auf die Geschehnisse in Hamburg lakonisch auf den Punkt: "Die Decke der Zivilisation ist dünn."

(ujo)

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