Szene-Anwalt: Randalierer sollen doch bitte nicht im eigenen Viertel plündern - sondern bei den Nachbarn

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  • Der linke Szene-Anwalt Andreas Beuth hat die Krawalle in Hamburg kritisiert
  • Er monierte, man solle doch lieber Geschäfte in einem Viertel demolieren, wo man nicht selbst einkaufe
  • Aus der Politik kommt angesichts solcher "Moral" Fassungslosigkeit
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Der Hamburger Rechtsanwalt und "Welcome to hell"-Veranstalter Andreas Beuth hat die beispiellosen Ausschreitungen in Hamburg beim G20-Gipfel gegenüber dem NDR kommentiert.

Der Sender zeigte am Samstagmittag erst Bilder der Gewalt und danach ein Kurzinterview des Anwalts.

Er sagte, er habe "gewisse Sympathien" für "solche Aktionen". "Aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese? Also da gibt es auch bei uns großes Unverständnis, dass man im Schanzenviertel die eigenen Geschäft zerlegt. Die Geschäfte, wo wir selbst, weil wir da wohnen, auch einkaufen."

Grosse-Brömer: "Unglaublich"

Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg halt einem anderen zu?

Angesichts dieser Aussage eines Juristen herrscht das "große Unverständnis" auch auf der Gegenseite.

Der Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer kommentierte einigermaßen fassungslos: "Das ist keine Satire, sondern linksautonomes Weltverständnis. Unglaublich."

Mehr zum Thema: All wichtigen Informationen zum G20-Gipfel findet ihr in unserem Live-Blog

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(ujo)

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