Eklat schon vor Beginn: Trump und Putin schwänzen wichtige G20-Sitzung, um sich zu treffen

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Trump und Putin schwänzen wichtige G20-Sitzung, um sich zu treffen | Reuters Staff / Reuters
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  • Am Freitag trifft US-Präsident Trump zum ersten Mal seinen russischen Amtskollegen Putin
  • Zur selben Zeit ist allerdings eine Sitzung des G20-Gipfels geplant - zum Klimaschutz
  • Diesen Termin werden Trump und Putin wohl für ihr erstes Treffen ausfallen lassen

Am Freitag ist es soweit: US-Präsident Donald Trump und der russische Staatspräsident Wladimir Putin werden sich zum ersten Mal treffen.

Die Begegnung wird mit Spannung erwartet. Immerhin war es Trumps Wunsch, die Beziehungen zwischen Moskau und Washington zu verbessern - während Russland laut Informationen der US-Geheimdienste versucht haben soll, die US-Wahl zu beeinflussen.

Am Donnerstag meldet die russische Agentur Interfax nun, dass Trump und Putin am Freitagnachmittag zusammenkommen werden. Zur selben Zeit ist allerdings eine Plenarrunde des G20-Gipfels geplant. Nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel soll die sich ausgerechnet mit nachhaltiger Entwicklung, Klima- und Energiefragen beschäftigen.

Trump und Putins Fernbleiben ist ein klares Signal, ein erster Diplomatie-Eklat noch vor Beginn des Gipfels.

Ausgerechnet Klimaschutz

Sollte es so kommen, wie Interfax berichtet, dann könnte Trump der Diskussion um der für ihn leidigen Klimapolitik entgehen - indem er sich mit dem russischen Präsidenten trifft. Trump will aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen. Spätestens durch das Treffen mit Putin ist eine - wie sonst üblich - einmütig verabschiedete Gipfelerklärung am Ende wohl fraglich.

Auch zwischen dem russischen und amerikanischen Präsidenten dürfte es allerdings kein angenehmes Gespräch werden. Trump warf Russland am Donnerstag vor, mit seiner Politik in der Ukraine, aber auch in Syrien und gegenüber dem Iran zu destabilisieren. Er kündigte Schritte dagegen an - nannte aber keine konkreten Maßnahmen.

Experten befürchten derweil, dass sich Trump in seinem Meeting von Putin manipulieren lässt. Zwei Angestellte des Präsidenten berichteten zuletzt, Trump lese keine längeren Briefings. Seine Angestellten bereiten den US-Präsidenten deshalb mündlich und mit Tweet-langen Notizen vor. Ob das reicht, um dem jahrelang erfahrenen russischen Präsidenten standzuhalten, ist fraglich.

Mit Material der dpa

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