Lanz fragt Gregor Gysi, was er tun würde, wenn er Trump träfe – der wird handgreiflich

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Lanz fragt Gysi, wie er an Angela Merkels Stelle mit Trump, Putin und Erdogan umgehen würde | Screenshot
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  • Gregor Gysi hat bei Lanz über den G20-Gipfel in Hamburg gesprochen
  • Der Linken-Politiker zeigte anschaulich, wie er an Merkels Stelle auf Trump reagieren würde

In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz musste sich Linken-Politiker Gregor Gysi einer schwierigen Frage stellen. Im Gespräch über den G20-Gipfel in Hamburg wollte Lanz wissen: "Um welches Treffen beneiden Sie Angela Merkel mehr? Putin, Erdogan oder Trump?“

Gysi legte los. Erdogan sei "völlig unmöglich“, stellte der Linken-Politiker klar. Er kritisierte, dass die Bundesregierung sich in der Flüchtlingsfrage vom türkischen Präsidenten erpressbar mache. "Da muss man klare Kante zeigen“, forderte Gysi von Merkel.

Bei Putin hat Gysi eine ambivalentere Meinung. "Es ist sehr schwer“, sagte der ehemalige Linken-Chef. Frieden und Sicherheit könne es nie ohne Russland geben. Man müsse deshalb "Druck auf die USA und Russland ausüben“, damit diese sich verständigen.

Dann kam Gysi zu Trump – und wurde plötzlich aufgeregt. "Ich hab ja Merkel gesehen, wie sie neben ihm saß“, begann Gysi, "und da sagten die Journalisten, er solle ihr die Hand geben und da machte er so...“

Gysi imitierte die Gestik des US-Präsidenten, der Merkel bei ihrem Besuch in Washington den Handschlag verweigert hatte.

Gysi greift Lanz ins Gesicht

"Was macht man in so einer Situation“, fragte Gysi – und antwortete selbst. "Ich darf Ihnen das nicht zeigen, weil Sie sonst erregt sind.“

Doch dann zeigte der Politiker es doch. Er beugte sich zu Lanz hinüber – und griff seine Wange. "Ich hätte, wenn ich Merkel gewesen wäre, so gemacht.“ Gysi kniff Lanz wie eine Großmutter ihren Enkelsohn ins Gesicht.

Lanz und das Publikum lachten. "Das wäre das Bild des Jahres geworden“, ist Gysi überzeugt. Lanz glaubt sogar: "Das Bild des Jahrtausends.“

Merkel hätte Trump demütigen können, nicht er die Kanzlerin, führte Gysi aus. "Vielleicht kann Sie es morgen machen, mal sehen“, witzelte er. Denn heute trifft Merkel in Hamburg erneut auf den US-Präsidenten.

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(ujo)

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