Gut gemeint, aber schlecht gemacht: Erkennt ihr, was auf diesem Bild gezeigt wird?

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  • Die chinesische Metropole Hangzhou versucht ihre Abgase zu reduzieren
  • Mit Bike-Sharing kämpft sie gegen die vielen Autos
  • Im Video seht ihr, was die Stadt dabei nicht bedacht hat – ein Foto belegt das Problem

Was aussieht wie ein Suchbild, ist der Beleg für das Versagen einer Stadt. Tausende bunte Fahrräder an einem Ort. Das ist die Geschichte dahinter:

Die Millionenstadt Hangzhou in China kämpft, wie so viele andere Städte im Land, mit extremer Luftverschmutzung. Neun Millionen Menschen leben in der Metropole, was den Verkehr und die Feinstaubbelastung zu einer großen Herausforderung macht.

Bike-Sharing Initiativen sollten die Lösung sein

2008 wollte die Regierung der schwierigen Entwicklung auf den Straßen entgegenwirken. Die Verantwortlichen stellten ein Bike-Sharing-Programm auf die Beine, das anfänglich großen Anklang bei der Bevölkerung fand.

Einwohner konnten die Räder an Dockstationen abholen und nach Benutzen wieder dahin zurückbringen.

Einige Jahre später machten dem staatlichen Unternehmen allerdings private Konzerne Konkurrenz. Diese entwickelten ein System, das ganz ohne Dockstationen auskommt.

Einen Aspekt hatte die Verwaltung dabei absolut nicht bedacht

Die neuen Fahrräder waren zwar praktisch, die Benutzer befestigten sie allerdings wahllos überall in der Stadt. Die Polizei bekam das Problem nur schwer unter Kontrolle und fing an die Räder von “Falschparkern” kurzerhand zu entsorgen. Nun lagern sie tausendfach auf einem “Rad-Friedhof” nahe der Stadt. Fast alle waren noch neuwertig, rotten nun allerdings seit Jahren vor sich hin.

Was die Stadt an Abgasen einspart, fällt nun in Form von tonnenweise Müll wieder auf sie zurück. Eine gute Idee - leider nicht besonders durchdacht.

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