"Global Gladiators": Oliver Pocher stoppt Lilly Beckers Heldenreise

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Sein bestes Sieger-Lächeln: Oliver Pocher ist der

Eigentlich hätten alle noch verbliebenen Kandidaten von "Global Gladiators" stolz und glücklich über ihre bisherige Leistung sein sollen. Immerhin hieß es am Abend des 6. Juli: Finale! Doch während sich Oliver Pocher (39) in seinem Pritschenbett fläzte und Ex-Fußball-Nationalspielerin Nadine Angerer (38) bislang stets das Wörtchen "Finale" für sich gepachtet zu haben schien, rumorte es in Lilly Becker (41). Und das hatte nichts mit den kargen Rationen zu tun.

Noch immer nagte die Tatsache an ihren Nerven, dass ihr Mann Boris Becker (49) in der vergangenen Folge keine Nachricht an sie schickte. Als Einzige blieb sie ohne Kunde aus der Heimat - und das konnte und wollte sie nicht so auf sich sitzen lassen. Die Verantwortlichen der Show erlaubten es ihr daraufhin sogar, ausnahmsweise ihr Handy zu benutzen, um zuhause anzurufen. Doch statt beschwichtigenden Worten erwartete sie nur noch mehr Ernüchterung...

Zu seiner besten Zeit durfte sich Oliver Pocher auch als Filmstar versuchen: Hier gibt es den Streifen "Vollidiot"

"Es tut weh"

Denn im anschließenden Dialog mit Nadine offenbarte Lilly: "Boris hat sichergestellt, dass niemand eine Nachricht an mich schickt". Zwar sei er nicht selbst am Telefon gewesen, die Message aber sei klar: Er wolle, dass sie nach Hause kommt, um ihn zu unterstützen. "Es ist scheiße. Es tut weh", beklagt Lilly. Als Ehepartner müsse man ein Team sein, nicht gegeneinander kämpfen. Doch andersherum denkt sie gar nicht daran, so knapp vor dem Sieg aufzugeben. Eine Einstellung, die der Tennis-Legende eigentlich bekannt sein sollte.

Doch heißt die Sendung "Global Gladiators" und nicht "Becker vs. Becker". Zumal Lilly konsterniert anmerkte: "Er verdient es nicht, dass ich über ihn rede." Drei Globetrotter-Gladiatoren waren noch übrig, nur zwei von ihnen konnten ins Finale einziehen. Nur wer seine Höhenangst in einem schwindelerregenden Basketballspiel besiegt, durfte sich Hoffnungen auf den letzten Showdown machen. Doch was war das? Ausgerechnet Profispruchbeutel Oliver Pocher machte die Challenge fix und fertig.

Null-Nadine

"Das lustige Wackelpuddingknie" würde jedes Mal auftreten, sobald er dem dünnen Basketball-Ausleger über einer hundert Meter tiefen Schlucht zu nahe käme. Nicht die besten Voraussetzungen, um einen Dreier zu werfen. Folgerichtig machte Pocher auch einen Abflug nach dem anderen - meist ohne zu treffen. Stattdessen schrie er ein ums andere Mal Unflätigkeiten in den sambischen Himmel.

Ein leichtes Spiel für Nadine Angerer - dachte man zumindest. Doch sie hatte bereits zuvor mit ihrer Höhenangst zu kämpfen und war ganz klar auf Nicht-Absturz-Kommando: Selbst Michael Jordan hätte wohl nicht aus der Distanz getroffen, aus der es die Fußballerin probierte. Die logische Folge: null Punkte!

Nun lag es an Lilly, die zusammen geholten vier Punkte von Oliver und Nadine (Team Blau) zu schlagen - denn noch immer zählte die kombinierte Team-Leistung fürs Weiterkommen. Sehr zur Freude der Sendungsmacher (oder durch cleveren Schnitt?) bewies sie dabei absolutes Talent für Dramatik: Mit dem allerletzten Versuch holte sie die noch nötigen drei Punkte und zog mit insgesamt sechs Zählern ins Finale. Begleitet von Oliver Pocher.

Mit viel Liebe ins Finale

Eiszeit zwischen den beiden Finalisten? Fehlanzeige! Zwar scherzte Oli zunächst noch: "Ich will sie noch einmal heulen sehen. Und nicht aus Freude." Doch wenig später köpften sie gemeinsam eine Flasche Schampus, dann sank Oli gar vor Lilly auf ein Knie! "Lilly, willst du mit mir ins Finale gehen?" Ein Flirt der Marke Pocher? Mitnichten, vor allem als er "erfuhr", dass sie vergeben ist. "Ich dachte die Lilly wär' Single. Das ändert natürlich alles" - auch wenn es bei einem romantischen Candle-Light-Dinner im Anschluss doch durchaus knisterte! "Lilly ist natürlich eine attraktive Frau. Ich hab' nichts zu verlieren. Sie ein bisschen mehr." Wie immer auf Krawall gebürstet, der Herr Pocher. Oder doch ein kleines bisschen verknallt?

"Global (American) Gladiators"

Schließlich stand es an, das Finale von "American Gladiators" - halt stopp - "Global Gladiators". Denn was die beiden vor atemberaubender Kulisse machen mussten, erinnerte verdammt an das Show-Format aus den 90er Jahren - und war so ziemlich das Gegenteil eines Höhepunkts. Soll heißen, sich gegenseitig mit überdimensionierten Wattestäbchen von einer Plattform schubsen. Bisschen unfair, muss es durch den Kopf so manches Zuschauers gegangen sein. Ausgerechnet im Finale wurde eine Disziplin gewählt, die im Grunde ausschließlich mit Kraft zu gewinnen war. Und so deutlich fiel es dann auch aus. 3:0 für Oliver Pocher. Na ja, zumindest das letzte "Fuck" des Tages ging an Lilly.

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