Während Trump auf dem G20-Gipfel verhandelt, schickt er eine Kampfansage an die Welt

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  • In einer Videobotschaft beklagt US-Präsident Trump einen "globalen Diebstahl amerikanischen Reichtums"
  • Er kritisierte ausländische Nationen scharf - und kündigte an, seiner "America First"-Politik treu bleiben zu wollen

Auf dem G20-Gipfel stehen US-Präsident Donald Trump zähe Verhandlungen bevor. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel um ein Bekenntnis zum Freihandel ringt, schickt der Präsident allerdings eine Kampfansage an die Welt - per Videobotschaft.

Darin bekräftigt er seine "America First"-Strategie. In kämpferischem und scharfem Ton beklagt er "den globalen Diebstahl" amerikanischer Jobs und erklärt, dass die "Ära amerikanischer Kapitulation" vorbei sei.

Seit Jahrzehnten seien Jobs aus den amerikanischen Gemeinden, Städten und Industrien "gerissen" worden, sagt Trump. "Ausländische Nationen wurden auf amerikanische Kosten reich. Viele Spezialinteressen profitierten von diesem großen globalen Diebstahl amerikanischen Reichtums."

Trump bleibt auf Abschottungskurs

Seit seinem Amtsantritt habe seine Regierung energisch die Philosophie "America First" vertreten, sagt der Republikaner weiter. "Und glauben Sie mir, es ist an der Zeit."

Immer wieder hatte Trump in der Vergangenheit gedroht, Strafzölle zu verhängen. Er möchte das massive Außenhandelsdefizit der USA verringern - notfalls auch mit protektionistischen Maßnahmen.

Trump richtet sich wöchentlich an die Menschen in den USA. Die Reden werden vorab aufgezeichnet. Die anderen 19 Staatschefs in Hamburg werden seine Kampfansage wohl ebenfalls zur Kenntnis genommen haben.

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(ujo)

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