G20-Proteste eskalieren erneut: Kämpfe in der Hochsicherheitszone - Polizisten verletzen zwei Journalisten

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G20-Proteste eskalieren erneut: Kämpfe in der Hochsicherheitszone - Polizisten verletzen zwei Journalisten | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Am Freitagmorgen ist es in Hamburg erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen
  • Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer der Demonstrationen vor
  • Laut HuffPost-Reporter Maximilian Marquardt haben Polizisten zwei Journalisten verletzt

Zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg haben sich am Freitagmorgen hunderte Demonstranten an den Hamburger Landungsbrücken im Zentrum und am Verkehrsknotenpunkt Berliner Tor im Osten der Stadt versammelt. Die Gruppe "Block G20 - Colour the red zone" hat angekündigt, in die engste Hochsicherheitszone vordringen zu wollen.

An den Landungsbrücken setzten sich mehr als 1000 weiß und lila gekleidete Menschen in Bewegung. Viele skandierten: "Haut ab, haut ab." Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer vor.

HuffPost-Reporter Maximilian Marquardt berichtet davon, dass Polizisten zwei Journalisten verletzt haben. Demnach keilten die Beamten mehrere Demonstranten und Journalisten ein. Dabei drückten sie einen Mitarbeiter des TV-Senders ITV auf ein am Boden liegendes Fahrrad, sodass sich Lenker und Pedale in Arm und Bein bohrten. Einem Zweiten Journalisten wurde ins Gesicht geschlagen.

Auch am U- und S-Bahnhof Berliner Tor liefen mehr als 200 Teilnehmer los, es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

Gruppe "Block G20" kündigte weitere Aktionen an

"Unser Ziel ist es, den Ablauf des G20-Gipfels spürbar zu stören und die Inszenierung der Macht, die der Gipfel darstellt, zu brechen", heißt es in einer Selbstdarstellung der Gruppe "Block G20 - Colour the red zone".

"Wir werden dazu einen massenhaften, öffentlich angekündigten Regelübertritt begehen. Unsere Aktionen sind ein gerechtfertigtes Mittel des massenhaften widerständigen Ungehorsams."

Die Gruppierung hat auch für 15.00 Uhr einen Treffpunkt angemeldet.

Mehr zum Thema: Politiker und Journalisten streiten, wer für die Eskalation in Hamburg verantwortlich ist

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(mf)

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