G20-Live-Blog: Polizei stürmt Szenelokal in St. Pauli

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  • Nach dem Beginn des G20-Gipfels in Hamburg kommt es in der Nacht zu Samstag erneut zu Ausschreitungen
  • An mehreren Orten sind G20-Gegner bei Blockadeversuchen mit der Polizei aneinandergeraten
  • Das Video oben zeigt, wie die Krawalle Hamburg verwüsteten

Die Krawalle in Hamburg gehen weiter. Vermummte werfen Steine und Böller. Die Polizei geht hart gegen Demonstranten vor, setzt Wasserwerfer und Tränengas ein. Barrikaden brennen teils meterhoch.

Noch im Laufe dieses Samstags tagen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrienationen beim G20-Gipfel in Hamburg. Die HuffPost ist mit drei Reportern vor Ort. Alle News findet ihr hier - regelmäßige Live-Übertragungen auf unserer Facebook-Seite.

12.22 Uhr: Saubermänner im Einsatz

Der Hamburger Stadträumung hat an diesem Samstag viel zu tun - und bedankt sich für die Unterstützung bei den Aufräumarbeiten nach den Krawallen in der Nacht.

12.02Uhr: Polizei stürmt Szenelokal in St. Pauli

Die Hamburger Polizei hat im Stadtteil St. Pauli einen Szenetreff der Linksautonomen gestürmt. Das berichten mehrere Medien.

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer äußerte sich gegenüber dem NDR zu der Razzia: "Es gibt Hinweise darauf, dass an bestimmten Stellen schwere Straftaten vorbereitet werden." Er sprach unter anderem von der Vorbereitung von Molotow-Cocktails. Daher gebe es derzeit mehrere "gefahrenabwehrende Durchsuchungen".

11.42 Uhr: Keine Angst vor Demonstranten: Macron spaziert durch Hamburg

Starkes Zeichen des französischen Präsidenten: Trotz der vielen gewalttätigen Proteste in der Stadt, ist Emmanuel Macron am Samstagmorgen entlang der Alster zu einem Treffen mit dem chinesischen Premier Xi Jinping gelaufen - und unterhielt sich mit fröhlichen Hamburger Passanten.

11.05 Uhr: Greenpeace protestiert gegen Kohleenergie

Am Samstagmorgen hat die Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg auf eindrucksvolle Weise für besseren Klimaschutz demonstriert. Aktivisten seilten sich von der Köhlbrandbrücke über der Elbe ab und forderten von der Bundesregierung einen sofortigen Kohleausstieg.

11.02 Uhr: Polizei rechnet mit erneuten Ausschreitungen

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer rechnet auch bei einer Demonstration am Samstag mit gewaltsamen Protesten.

"Wir haben deutliche Hinweise, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit diese Gewalttäter auch unter die heutige Demonstration 'G20 - not welcome!' mischen werden", erklärte Meyer. "Es ist davon auszugehen, dass erneut kein friedlicher Protest möglich sein wird."

10.15 Uhr: Erste Großdemo des Tages startet in Kürze

Für den heutigen Samstag sind zwei Großdemos gegen die G20 in Hamburg angemeldet. Zehntausende Teilnehmer werden erwartet.

Die erste Demonstration beginnt um 11.00 Uhr am Deichtorplatz. Laut Polizei sind dort die ersten Teilnehmer schon eingetroffen. Die Lage sei entspannt.

9.39 Uhr: Polizei berichtet von bisher 213 verletzten Beamten

Bei den gewaltsamen Protesten rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind nach Angaben der Hamburger Polizei bisher 213 Beamte verletzt worden. Die Zahl der verletzten Polizisten und Bundespolizisten werde aller Voraussicht nach allerdings noch steigen, weil sich manche erfahrungsgemäß erst später meldeten, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen.

In der Krawallnacht zum Samstag seien 14 Menschen festgenommen und 63 in Gewahrsam genommen worden, hieß es.

8.55 Uhr: Hamburger Stadtreinigung beseitigt Schäden der Nacht

Nach den schweren Ausschreitungen der Nacht beginnt in Hamburg das Aufräumen. Die Stadtreinigung Hamburg ist mit 60 Mitarbeitern, Radladern und Großkehrmaschinen seit 6 Uhr im Schanzenviertel im Einsatz.

7.56 Uhr: Hamburger Bürgermeister Scholz verurteilt gewalttätige Ausschreitungen

Hamburgs SPD-Bürgermeister Olaf Scholz hat sich am Freitagabend zum Beginn des G20-Gipfels geäußert. Er zeigte sich empört und enttäuscht über die Gewalt und Zerstörungswut der Linksextremen in der Stadt. "Ich bin bedrückt über das, was viele zu ertragen haben, die die Gewalt unmittelbar erlebt haben", sagte Scholz.

7.41 Uhr: Lage in Hamburg am Samstagmorgen zunächst ruhig

Nach den schweren Ausschreitungen in der Nacht zum Samstag beginnt der Morgen des letzten G20-Gipfeltages ruhig. Der Sender n-tv zeigt Bilder von Aufräumarbeiten im Schanzenviertel.

Der S-Bahnverkehr in Hamburg verläuft wieder planmäßig, berichtet die Polizei.

Die Hamburger Polizei hofft auf einen friedlichen Verlauf des Tages.

02.59 Uhr: Lage im Schanzenviertel beruhigt sich

Die Lage im Hamburger Schanzenviertel hat sich beruhigt. Vereinzelt kam es in den frühen Morgenstunden noch zu Flaschenwürfen auf Polizeifahrzeuge. Wasserwerfer fuhren durch die Straßen, gelegentlich setzte die Polizei diese gegen Randalierer ein.

02.25 Uhr: Anwaltlicher Notdienst beklagt Behinderungen durch die Polizei

Der anwaltliche Notdienst hat eine massive Behinderung durch Polizei und Justiz in Hamburg beklagt. Wie jetzt bekannt wurde, sei ihnen der Zugang zu den Mandanten am Donnerstag verwehrt worden. Inzwischen seien in geringem Umfang Anbahnungsgespräche mit den Festgenommenen möglich.

01.39 Uhr: S-Bahnverkehr wieder aufgenommen

Die Bundespolizei berichtet, dass der S-Bahnverkehr zwischen Hamburg Altona und Hauptbahnhof wieder aufgenommen wurde. Der Verkehr wurde aufgrund der Ausschreitungen unterbrochen.

01.39 Uhr: Polizei weist Berichte zurück, linken Szenetreff gestürmt zu haben

Die Hamburger Polizei hat Berichte zurückgewiesen, wonach Einsatzkräfte das Kulturzentrum Rote Flora im Schanzenviertel gestürmt hätten. Der Zugang zu dem einstigen Theater war am frühen Samstagmorgen noch abgeriegelt. Das seit fast 30 Jahren besetzte Gebäude gilt bundesweit als eines der wichtigsten Zentren der autonomen Szene.

Unterdessen hat CDU-Politiker Armin Schuster gefordert, die Rote Flora und ähnliche Gebäude zu schließen und härter gegen die linksextremistische Szene vorzugehen.

01.31 Uhr: Brennendes Auto in Altona

Die Lage im Schanzenviertel beruhigt sich offenbar. In Altonas Altstadt löscht die Feuerwehr ein brennendes Auto.

Die gewaltbereiten Aktivisten haben sich vom U-Bahnhof Schlump zurückgezogen, berichtet die Polizei auf Twitter.

01.11 Uhr: Anwohner verjagen Randalierer

Während die Polizei vorrückt, fliehen Randalierer in umliegende Stadtteile. Auch Anwohner verjagen die Aktivisten offenbar immer wieder. "Verpisst euch, wir wollen euch hier nicht", zitiert der TV-Sender n-tv eine junge Frau. Sie sei einer großen Gruppe von Randalierern mit diesem Spruch entgegen getreten.

Danach habe die Frau noch ein brennendes Bengalo aus einem Auto gefischt.

01.04 Uhr: Randalierer greifen Einsatzkräfte an

Randalierer haben der Polizei zufolge Einsatzkräfte nordöstlich des Schanzenviertels angegriffen. Barrikaden würden errichtet. Der U-Bahnhof Schlump wurde demnach aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Ein Großteil der Straße Schulterblatt ist nach Angaben der Polizei mittlerweile geräumt worden. Die Polizei hatte Attacken mit Molotow-Cocktails, Zwillen und Wurfgegenständen befürchtet.

00.54 Uhr: Polizei greift offenbar auch Journalisten an

"Bild"-Reporter Frank Schneider berichtet auf Twitter, dass die Polizei bei ihrem Einsatz in Hamburg auch Journalisten - offenbar gezielt - angreift. "Ab jetzt gibt's keine Pressefreiheit mehr, hau ab oder ins Krankenhaus", zitiert er einen Polizeibeamten.

Es ist nicht der erste Bericht über eine Attacke auf einen Pressevertreter. Auch Politiker und Fotograf Erik Marquardt berichtet von einer unliebsamen Begegnung mit einem Polizisten. Als Marquardt seine Presseakkreditierung vorzeigte, soll der Beamte gesagt haben: "Ist mir scheiß egal, verpiss dich hier." Dann soll er zugetreten haben.

Mehr zum Thema: Sorgen um Pressefreiheit: Journalisten wird überraschend die Akkreditierung zum G20-Gipfel entzogen

00.47 Uhr: FC St. Pauli ruft zur Deeskalation auf

Vertreter des Fußball-Klubs St. Pauli rufen in einem Video zur Deeskalation auf. "Wir haben keine Lust, ein zweites Genua zu erleben", sagen sie. Die Polizei solle ihre eskalierende Strategie zurückfahren, genauso sollten die Demonstranten aufhören, Sachen zu beschädigen und Polizisten anzugreifen.

Beim G8-Gipfel 2001 in Italien erschoss ein Polizist einen 23-jährigen Aktivisten. Demonstranten und Polizisten lieferten sich Straßenschlachten.

00.45 Uhr: Südlicher Zugang zur Straße Schulterblatt abgeriegelt

Einsatzkräfte der Polizei haben den südlichen Zugang zur Straße Schulterblatt im Hamburger Schanzenviertel abgeriegelt. Um sie herum versammeln sich am Freitagabend auf der Seite zum Pferdemarkt zahlreiche Schaulustige.

Die Straße Schulterblatt ist Schauplatz massiver Ausschreitungen.

00.36 Uhr: 1500 gewaltbereite Extremisten haben sich verschanzt

Polizeisprecher Timo Zill hat im Gespräch mit dem Fernsehsender n-tv erklärt, dass sich "1500 gewaltbereite Extremisten" in Häusern verschanzt haben. Die Polizei werde Haus für Haus vorgehen und für Sicherheit sorgen.

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Quelle: dpa

00.33 Uhr: Bilder zeigen, wie die Vermummten im Schanzenviertel gewütet haben

dpa-Journalist Nico Pointer war im Schanzenviertel unterwegs. Seine Fotos und Videos zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Demonstranten rissen Pflastersteine aus der Straße, um sich zu bewaffnen.

Eine Drogerie zerstörten sie fast völlig.

In einem Video ist zu sehen, wie die Aktivisten einen Rewe-Supermarkt plündern. Einer witzelt noch: "Payback-Karte bitte!"

00.29 Uhr: 100 Personen in Gewahrsam

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Rahmen der G20-Proteste sind nach Angaben des Polizeisprechers Timo Zill bisher 100 Personen in Gewahrsam genommen worden. Inzwischen seien auch einige Haftbefehle erlassen worden, sagte Zill dem Sender N24. Diese Menschen befänden sich in Untersuchungshaft.

00.27 Uhr: Randalierer flüchten vor den Hundertschaften der Polizei

Ein Großteil der Randalierer, die stundenlang an einer Kreuzung in der Schanze in Hamburg gewütet haben, sind vor dem Wasserwerfern und den Polizei-Hundertschaften geflüchtet. Die Randalierer haben sich offenbar im Viertel verteilt.

Hunderte tauchten am nahegelegenen S-Bahnhof Sternschanze auf. Etwa 150 Meter vom Bahnhof entfernt schlugen Vermummte die Scheiben eines Bio-Supermarkts ein.

00.20 Uhr: Laufen am Samstag Hooligans auf?

Es wird befürchtet, dass eine islamfeindliche Gruppe Hooligans gegen Salafisten in Hamburg demonstrieren wird. Das erfuhr die HuffPost aus Kreisen der Bundespolizei. Sollte sich das bewahrheiten, könnte es am Samstag zu schweren Ausschreitungen zwischen Hooligans und linksextremen Aktivisten kommen.

Im Internet zirkuliert ein Plakat, dass die Demonstration ankündigt. Die Echtheit ist allerdings nicht bestätigt.

00.16 Uhr: Vermummte plündern Apple Store - und streiten sich um iPhones

Grünen-Politiker Erik Marquardt berichtet, dass Vermummte einen Apple-Store geplündert haben. Anschließend hätten sie sich um die iPhones gestritten. "Das ist nicht links, sondern beknackt", kommentiert Marquardt.

00.13 Uhr: Zwei Helikopter kreisen über dem Schanzenviertel

Über dem Viertel kreisen zwei Hubschrauber mit Suchscheinwerfern. TV-Bilder zeigen Einsatzkräfte, die mit G36-Sturmgewehren bewaffnet sind.

Spezialeinheiten rücken im Viertel weiter vor:

Samstag, 8. Juni - 00.02 Uhr: 197 Polizisten verletzt

Polizeisprecher Timp Zill spricht gegenüber dem Sender NTV von 197 verletzten Polizeibeamten. Einige von ihnen seien schwer verletzt.

23.47 Uhr: Das SEK stürmt Gebäude

Das SEK ist vor Ort und stürmt Gebäude. Polizisten bewegen sich im Laufschritt durch das Viertel, wie unser Reporter Lennart Pfahler vor Ort berichtet.

23.32 Uhr: Die Polizei kündigt "konsequentes Vorgehen" an

Die Polizei hat ein "konsequentes Vorgehen" im Schanzenviertel angekündigt und fordert Unbeteiligte eindringlich auf, das Gebiet zu verlassen.

23.30 Uhr: Die Polizei stellt klar: Es gab keinen Angriff auf das Krankenhaus St. Georg

Die Polizei revidiert Gerüchte, dass das Krankenhaus St. Georg angegriffen wurde. Auch seien keine Dienstwaffen entwendet worden.

23.17 Uhr: Der S-Bahnverkehr ist bis auf Weiteres eingestellt

Der S-Bahnverkehr in der Hamburger Innenstadt ist vorläufig eingestellt. Das teilt die Bundespolizei auf Twitter mit.

23.07 Uhr: "Welcome to Hell"-Sprecher spricht von "komplett polizeifreier Zone"

Das Schanzenviertel in der Umgebung der Roten Flora war nach Einschätzung von Andreas Blechschmidt, einem der Sprecher der Anmelder für die Demo "Welcome to Hell", am späten Freitagabend eine "komplett polizeifreie Zone."

Es brennen auf dem Schulterblatt drei Barrikaden, wie er der dpa weiter sagte. Es gebe viel Glasbruch. "Ungefähr 2000 Leute sind auf der Straße." Die aktuellen gewalttätigen Proteste fänden in Sichtweite statt.

Die Situation im Schanzenviertel wurde am späten Freitagabend immer bedrohlicher. Polizei umstellte eine Kreuzung nahe der Straße Schulterblatt, in der sich Tausende Randalierer aufhielten, schickte aber lediglich kleinere Gruppen von Beamten in das Geschehen.

Die Beamten forderten erneut Unbeteiligte auf, sich zu entfernen. Seit rund drei Stunden lässt die Polizei die Randalierer bereits gewähren.

22.58 Uhr: Zwei weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen

Die Polizei hat im Zuge der Krawalle in Hamburg zwei weitere Personen in Gewahrsam genommen. Am späten Freitagabend lag die Zahl der Festnahmen den Angaben zufolge damit bei 83, 19 Personen seien in Gewahrsam genommen worden, wie die dpa berichtet.

22.39 Uhr: Die Polizei glaubt, dass die Barrikaden eine Falle sind

Die Polizei geht offenbar davon aus, dass die brennenden Barrikaden eine Falle sind. Das berichtet N24 in Berufung auf Polizeikreise.

Unser Reporter Maximilian Marquardt ist live vor Ort:

22.24 Uhr: "Die halbe Schanze brennt"

Zahllose Barrikaden brennen weiterhin im Schanzenviertel. "Die halbe Schanze brennt", sagt der Pressesprecher der Hamburger Feuerwehr laut dem Fernsehsender "N24".

22.08 Uhr: Beamte werden im Schanzenviertel mit Zwillen beschossen, Randalierer plündern Geschäfte

Im Schanzenviertel plündern Randalierer einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelmarkt im Schanzenviertel. Laut Polizei sind im Bereich der Straße Schulterblatt, die zum linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora führt, einige Demonstranten massiv bewaffnet - unter anderem mit Zwillen. Sie sollen die Beamten von einem Gerüst aus bewerfen und schießen mit den Zwillen auf sie.

22.06 Uhr: Schaulustige behindern die Arbeit der Polizei

Schaulustige erschweren die Arbeit der Beamten. "Wir bitten Unbeteiligte sich aus Gebieten zu entfernen, in denen es zu Ausschreitungen kommt", twittert die Polizei.

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(Das Schanzenviertel ist im Ausnahmezustand. Credit: Reuters)

Anwohner distanzierten sich von den Störern und forderten sie auf, die Krawalle zu beenden, wie die dpa berichtet.

22.03 Uhr: Die Polizei berät über die weitere Strategie

Nach Angaben der Polizei waren mehrere Randalierer mit Eisenstangen unterwegs. Größere Einheiten der Polizei standen zunächst noch etwa 150 Meter von den Feuern entfernt. Die Polizei berät über die weitere Strategie.

21.40 Uhr: Die Polizei setzt offenbar Tränengas ein

Der Fernsehsender N24 berichtet, dass die Polizei auf St. Pauli Tränengas und weitere Wasserwerfer einsetzt.

21.33 Uhr: Bislang wurden 196 Beamte bei den Krawallen verletzt

196 Polizisten wurden bislang verletzt. Es seien keine Schwerverletzten darunter, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Zuvor war von 160 Verletzten die Rede gewesen. Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten zunächst weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen.

Ein Feuerwehrsprecher sagte, die Demonstranten hätten eigene Sanitäter dabei, so dass sie in vielen Fällen nicht auf externe Hilfe angewiesen seien. Der sogenannte G20-Ermittlungsausschuss, der in Kontakt mit Aktivisten steht und auch Angaben zu Verletzten sammelt, war am Abend nicht zu erreichen.

Zur Zahl der abgebrannten Autos konnte die Polizei ebenfalls keine Angaben machen. Die Feuerwehr sprach von einigen Dutzend, allein 15 seien in der Elbchaussee abgebrannt, sagte der Sprecher.

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21.18 Uhr: Barrikaden stehen in Flammen

Eine weitere Kundgebung hat begonnen, die der Polizei größere Sorge bereitet. Auf St. Pauli versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 1000 Demonstranten zu der Kundgebung "Revolutionäre Anti-G20-Demo".

Sie steht unter dem Motto "G20 entern - Kapitalismus versenken". Im Demonstrationsaufruf des Veranstalters hieß es: "Wir werden unsere Wut auf dieses System auf die Straße tragen."

Hunderte militante Demonstranten und Polizei sind unterdessen am Pferdemarkt im Hamburger Schanzenviertel aneinandergeraten. Auf der Straße brannten Gegenstände, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

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(Auf St. Pauli brennen Barrikaden. Credit: Reuters)

21.13 Uhr: Gipfelgegner-Bündnis "Block-G20" zeigt sich zufrieden mit den bisherigen Protestaktionen

Das Gipfelgegner-Bündnis "Block-G20" hat die Protestaktionen rund um den G20-Gipfel in Hamburg als Erfolg gewertet. "Wir haben getan, was wir angekündigt haben: Tausende Menschen sind in die so genannte blaue Zone eingedrungen", sagte Bündnissprecherin Jana Schneider am Freitagabend.

Der Gipfelablauf sei gestört worden. "Wir waren da, wo wir nicht sein sollten: auf den Zufahrtswegen und Protokollstrecken zum Gipfel." Bündnissprecher Christian Blank ergänzte: "Bis hierhin war dieser Tag unser gemeinsamer Erfolg."

Die Polizei nahm bis Freitagabend nach eigenen Angaben 83 Gipfelgegner fest und 17 weitere in Gewahrsam.

21.09 Uhr: Die Polizei hat mit brennenden Barrikaden zu kämpfen

Am Neuen Pferdemarkt gehen Einsatzkräfte gegen eine hohe Anzahl von Störern vor und löschen mit Wasserwerfern brennende Barrikaden. Hunderte militante Demonstranten und Polizeibeamte sind im Hamburger Schanzenviertel aneinandergeraten. Auf der Straße brennen Gegenstände, teils meterhoch, wie die dpa berichtet.

20.23 Uhr: Die Polizei wendet sich an friedliche Demonstranten

"Wir bitten friedliche Protestler, sich deutlich von Straftätern zu distanzieren und Örtlichkeiten von Ausschreitungen zu verlassen", fordert die Polizei auf Twitter.

20.15 Uhr: Die Polizei setzt Warnschuss auf der Schanze ab

Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, wurde ein Beamter im Schanzenviertel massiv von Gewalttätern angegriffen und hat einen Warnschuss abgegeben. Der Polizist hat im Anschluss in ein Geschäft flüchten können.

"Der Warnschuss wurde abgegeben, als Einsatzkräfte einen Straßenraub beobachteten, einschritten und von den Tätern angegriffen wurden", erklärt die Polizei. Somit hatte der Warnschuss nichts mit den G20-Protesten zu tun.

19.52 Uhr: Die Polizei setzt an verschiedenen Stellen in St. Pauli weiter Wasserwerfer ein

Während die Staats- und Regierungschefs in der Elbphilharmonie Beethovens 9. Sinfonie lauschen, gehen die Krawalle auf den Straßen Hamburgs weiter. "An verschiedenen Stellen im Bereich St. Pauli mussten und müssen wir Wasserwerfer gegen Störer einsetzen", teilt die Polizei auf Twitter mit.

Freitag, 7. Juli - 19.33 Uhr: Vermummte bewaffnen sich vor der Roten Flora mit Eisenstangen

"Vor der Roten Flora sollen sich mehrere Personen vermummt und mit Eisenstangen bewaffnet haben. Einsatzkräfte sind auf dem Weg", meldet die Polizei. Im Schanzenviertel würden Einsatzkräfte nun mit Gegenständen beworfen.

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