G20-Demos: Lage an den Landungsbrücken eskaliert, Polizei setzt Wasserwerfer ein (Live-Blog)

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Seit Freitagmorgen kommt es in Hamburg erneut zu schweren Ausschreitungen
  • An mehreren Orten sind G20-Gegner bei Blockadeversuchen mit der Polizei aneinandergeraten

Am Freitagmorgen ist die Gewalt in Hamburg erneut eskaliert. Es kam zu schweren Ausschreitungen, Polizisten gingen hart gegen Demonstranten vor - der Verkehr wurde an verschiedenen Orten durch brennende Fahrzeuge behindert. Die HuffPost ist mit drei Reportern vor Ort. Alle News findet ihr hier - regelmäßige Live-Übertragungen auf unserer Facebook-Seite.

18:45 Uhr: Gewaltbereite Demonstranten bereiten sich auf Straßenkämpfe vor

Gewaltbereite Demonstranten in Hamburg bereiteten sich am frühen Abend offenbar auf neue Zusammenstöße mit der Polizei im Stadtteil St. Pauli vor. In Seitenstraßen der Reeperbahn und in der nahen Hafenstraße wurden Barrikaden aus Bauzäunen und Mülltonnen errichtet.

Die Polizei versprühte Tränengas. Zeitgleich trafen die Staats- und Regierungschefs zum Abendprogramm in der Elbphilharmonie ein.

18:12 Uhr: Polizei setzt Wasserwerfer ein

Noch immer geht die Polizei gegen gewaltbereite Demonstranten vor. Auch Wasserwerfer sind im Einsatz. Mehr seht ihr in unserem Facebook-Live-Video:

17:48 Uhr: Verletzte Polizisten werden behandelt

Verletzte und erschöpfte Polizisten werden behandelt.

17:39 Uhr: Feuerwehr löscht brennende Autos

Auch an den Landungsbrücken haben Aktivisten nun Autos angezündet. Der Polizei seien zwei brennende Auto gemeldet worden, die Feuerwehr lösche gerade.

17:36 Uhr: Polizei rückt an den Landungsbrücken vor

Noch immer chaotische Szenen an den Landungsbrücken. Die Polizei rückt vor.

17:29 Uhr: Merkel verurteilt die Krawalle

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Pressekonferenz die Krawalle rund um den G20-Gipfel verurteilt. "Gewalttätige Demonstrationen bringen Menschenleben in Gefahr", sagte Merkel.

Sie äußerte sich auch zu den ersten Gesprächen des Gipfels. Generell sei sehr intensiv über das Thema Internet und Terrorismus gesprochen worden.

Merkel wollte dann eigentlich schon gehen - drehte sich aber noch einmal um. Sie hatte ein Thema vergessen: Nordkorea. "Das Thema kam heute Morgen zur Sprache. Alle, die dazu gesprochen haben, haben ihr große Sorge über die bedrohliche Entwicklung geäußert. Wir hoffen, dass der UN-Sicherheitsrat eine angemessene Antwort findet", sagte Merkel.

17:22 Uhr: Aktivisten dringen in Bahnhof ein

Gewaltbereite Aktivisten seien in den Bahnhof an den Landungsbrücken eingedrungen. Das berichtet die Polizei auf Twitter.

17:12 Uhr: Chaos und Gewalt

Die Lage ist unübersichtlich. Die Polizei versucht, mit Wasserwerfern die Demonstranten zu zerstreuen.

17:01 Uhr: Lage an den Landungsbrücken eskaliert

Wie am Vortag eskaliert die Situation zwischen Demonstranten und der Polizei an den Landungsbrücken. Vermummte werfen Steine und Böller. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

16:56 Uhr: 11 Demonstranten schwer verletzt

Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld sind elf Demonstranten nach Angaben der Feuerwehr schwer verletzt worden. Sie seien "in Folge einer Konfrontation mit Einsatzkräften" über eine Mauer geklettert - und dabei abgestürzt.

Bei dem Absturz aus etwa vier Metern Höhe hätten sich die Betroffenen teils erhebliche Verletzungen zugezogen. Elf Menschen seien schwerverletzt, drei leicht.

16:34 Uhr: Beamte werden massiv mit Gegenständen beworfen

Die Polizei meldet auf Twitter, dass Einsatzkräfte im Bereich St. Pauli massiv mit Gegenständen beworfen werden. Am Axel-Springer-Platz soll sich eine große Gruppe Vermummter bewegen, die mit Schlagwerkzeugen bewaffnet sind.

Die Demonstranten sammelten Pflastersteine und zeigten sich "massiv polizeifeindlich", berichtet die Polizei auf Twitter weiter.

16:27 Uhr: Die Hamburger Polizei sieht sich gezwungen, einen Post vom Postillon zu kommentieren

Das Satire-Magazin "Postillon" erlaubte sich einen Scherz über das Verhalten der Polizei und behauptete, die Hamburger Polizei fahre zur Deeskalation eine Atomrakete auf.

Die Hamburger Polizei findet das offenbar gar nicht lustig und twitterte: "Fake! Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Postillon ist eine Satire-Seite!"

15:58 Uhr: Angespannte Lage am Millerntorplatz

Der Demonstrationszug mit mehreren tausend Demonstranten und einem Schwarzen Block hat sich vom Millerntorplatz in Richtung Landungsbrücken in Bewegung gesetzt.

Die Demonstranten zünden Pyrotechnik, die Polizei bringt Wasserwerfer in Stellung. Die Lage ist angespannt.

15:15 Uhr: HuffPost vor Ort auf der Bildungsdemo

14:21 Uhr: Gruppenfoto vom G20-Gipfel

hamburg

Während es draußen kracht, ist drinnen Fotostunde: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Staats- und Regierungschefs sowie die eingeladenen Gäste empfangen und jedem nacheinander die Hand geschüttelt. Der erweiterte Kreis der Gipfelteilnehmer (40 statt 20 Personen) posiert für ein gemeinsames Foto. In der Mitte steht Merkel. US-Präsident Donald Trump steht weit außen, nur der französische Präsident Emmanuel Macron steht noch weiter links.

14:05 Uhr: Gerüchte um Bundeswehreinsatz beim Gipfel

Offenbar werden beim G20-Gipfel Fahrzeuge der Bundeswehr eingesetzt. Laut Augenzeugenberichten sollen sich mindestens drei Radpanzer beziehungsweise Transportpanzer der Armee in der roten Sicherheitszone aufhalten. Die Hamburger Polizei hat den Einsatz der Bundeswehr allerdings dementiert.

Weitere Informationen gibt es in diesem Artikel.

12:45 Uhr: G20-Partnerprogramm angesichts Sicherheitslage geändert

Das Partnerprogramm für die Eheleute beim G20-Gipfel in Hamburg wird angesichts der angespannten Sicherheitslage geändert. Nach dpa-Informationen soll ein bisher geplanter Termin im Klimarechenzentrum nun durch Vorträge der Experten im Hotel Atlantic ersetzt werden.

12:45 Uhr: Demonstranten sollen Kita als Fluchtweg genutzt haben

Autonome sollen eine Kita als Fluchtweg benutzt haben. In einer Mail, die dem Nachrichtenportal "Bento" vorliegt, sollen die Kita-Leiter den Eltern deshalb empfohlen haben, ihre Kinder früher abzuholen. Weiter heißt es in dem Schreiben: "Auf Empfehlung der Polizei, bleiben wir heute mit den Kindern im Haus und haben die Türen verschlossen (sic!)."

12:45 Uhr: Demonstranten hindern Melania Trump am Verlassen ihrer Unterkunft

Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden. "Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses", sagte eine Sprecherin von Melania Trump der dpa.

12:18 Uhr: Frau klettert auf Polizei-Panzer

Eine Frau ist während der Proteste gegen den G20-Gipfel auf einen Polizeiwagen geklettert. Sie wurde daraufhin mit Pfefferspray attackiert und von Beamten vom Dach des Fahrzeugs geholt. Die Szene wurde auch in diesem Video festgehalten.

12:13 Uhr: Hotel von Wladimir Putin angegriffen

Laut der "Bild" sollen am Hotel Park Hyatt in der Hamburger Altstadt Objektschutzkräfte angegriffen worden sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben der Polizei.

In dem Hotel sollen Russlands Präsident Wladimir Putin, Südkoreas Präsident Moon Jae und Australiens Premier Malcolm Turnbull übernachten.

11:45 Uhr: CDU-Politiker Jens Spahn äußerst sich zur Gewalt der G20-Gegner

Nach den G20-Ausschreitungen am Donnerstagabend war der CDU-Politiker Jens Spahn bereits mit Journalist Jakob Augstein aneinandergeraten. Sie stritten sich über die Gewalt, die von den Demonstranten ausging.

Nun hat Spahn bei Twitter nachgelegt. Er schreibt: "Video d Offenbarung. Diese Linksfaschisten zünden Autos von Familien, Azubis ua an u dürfen mit Applaus von @Augstein und d Linken rechnen."

11:32 Uhr: Ein Video zeigt, wie Mitglieder des Schwarzen Blocks in Hamburg-Altona wüten

11:30 Uhr: Das Titelbild der linken Tageszeitung "Taz"

Kommentar zum heutigen Titelbild: "Chaoten machen Hamburg unsicher (Es fehlt im Bild: die Polizei)"

11:25 Uhr: An der Elbchaussee im Hamburger Westen brennen mehrere Autos

11:22 Uhr: Polizei-Gewerkschaftschef verteidigt die Beamten

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, hält den Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern gegen die Demonstranten für gerechtfertigt und sogar für "alternativlos".

In einem Interview mit dem "Deutschlandfunk" kritisiert er zudem die Kommunikation der Demo-Veranstalter im Vorfeld des G20-Gipfels.

Mehr dazu in diesem Artikel

11:07 Uhr: HuffPost-Reporter Maximilian Marquardt berichtet live aus Hamburg

10:47 Uhr: "Lebensgefahr": Hamburger Polizei fordert Verstärkung in anderen Bundesländern an

Nach Informationen der "Welt" soll Hamburg Einsatzkräfte aus allen Bundesländern angefordert haben. Der Grund: Man habe die Situation zum G-20-Gipfel unterschätzt. Die in Hamburg eingesetzten Beamten befänden sich in Lebensgefahr. Mehr in diesem Artikel

9:57 Uhr: Video zeigt Bilder der Zerstörung in Hamburg

Ein weiteres Video zeigt die verheerenden Folgen der gewalttätigen Ausschreitungen: Rauchschwaden hängen über der Stadt, mehrere brennende Autowracks sind zu sehen.

9:46 Uhr: Die Aufräumarbeiten beginnen

Während sich in vielen Teilen Hamburgs noch Polizisten und Demonstranten bekämpfen, beginnt mancherorts das große Aufräumen. Typisch deutsch, findet ein Twitter-Nutzer: "Definiere Deutschland: Keine Stunde nach der Zerstörung wird die Bushaltestelle schon aufgeräumt."

9:38 Uhr: Bilanz der Polizei: 111 verletzte Beamte, 29 Festnahmen

In der Krawall-Nacht am Donnerstag vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg sind nach Angaben der Polizei 111 Beamte verletzt worden. 29 Menschen seien festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen.

Es sei zu zahlreichen Sachbeschädigungen unter anderem an geparkten Autos, Geschäften und am Amtsgericht Altona gekommen.

9:01 Uhr: Parlamentarischer Beobachter von Polizisten drangsaliert

Der Linken-Politiker Norbert Hackbusch, der als parlamentarischer Beobachter der G20-Proteste in Hamburg ist, wurde am Donnerstagabend heftig von Polizisten angegangen, wie ein Foto auf Twitter zeigt.

8:36 Uhr: Polizist: "Wir sind der Prellbock zwischen Politikern und Demonstranten"

In der Nähe der Hauptkirche St. Michaelis hat die Polizei eine Gruppe Demonstranten eingekesselt. Es sind rund 200 Menschen, die zur Gruppe "Block G20 - Colour the red zone" gehören.

Ein Polizist in der Nähe der Sternwarte sagte der HuffPost: "Für uns ist das hier eine beschissene Situation. Wir sind der Prellbock zwischen Politikern und Demonstranten. Wir bewegen uns hier auf einem ganz schmalen Grad, dieser Einsatz ist für uns extrem belastend."

8:29 Uhr: Angriffe auf Polizisten in Altona

Die Bundespolizei Nord berichtet auf Twitter von Angriffen auf das Polizeirevier in Altona.

Polizeifahrzeuge wurden mit Farbbeuteln beworfen und beschädigt. Die Bundespolizei ermahnt die Menschen in Hamburg, sich klar von Gewalttätern zu distanzieren.

8:21 Uhr: Im Stadtteil Altona brennen Polizeiautos

Mutmaßliche G20-Gegner haben am Bahnhof Altona Streifenwagen in Brand gesetzt, berichtet die Bundespolizei. Beamte gingen gegen gewalttätige Personen mit Molotowcocktails vor.

Auch an der Elbchaussee brennen Autos. Um wie viele Autos es sich handelt, teilte die Polizei am Freitagmorgen zunächst nicht mit.

8:08 Uhr: Mutmaßliche G20-Gegner stören Bahnbetrieb in Hamburg

Mehrere Menschen sind am Freitagmorgen in Hamburg auf Bahngleise gestiegen und haben so für eine Sperrung der westlichen Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg-Altona gesorgt. Ein ICE nach Berlin konnte nicht rechtzeitig bereitgestellt werden, sagte eine Bahnsprecherin.

Auf mehreren Regionalstrecken wendeten die Züge bereits auf Stationen vor Hamburg. Die Polizei habe die Menschen im Gleis unter Kontrolle gebracht, sagte ein Sprecher. Bei den Störern habe es sich offenbar um Gegner des G20-Gipfels gehandelt.

7.59 Uhr: Neue Eskalation: Kämpfe an den Landungsbrücken

Die Gruppe "Block G20 - Colour the red zone" hat angekündigt, in die engste Hochsicherheitszone vordringen zu wollen. An den Landungsbrücken setzten sich mehr als 1000 weiß und lila gekleidete Menschen in Bewegung. Viele skandierten: "Haut ab, haut ab."

Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer vor.

Am Berliner Tor liefen mehr als 200 Teilnehmer los, es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die älteren Beiträge findet ihr hier.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen