Was passiert, wenn eine Frau von zwei verschiedenen Männern gleichzeitig schwanger ist

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Frauen können tatsächlich von zwei Männern gleichzeitig schwanger werden | iStock
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  • Frauen können tatsächlich von zwei Männern gleichzeitig schwanger werden
  • Dieses Phänomen bezeichnet mal als Superfekundation
  • Eine Frau in Chile hat auf diese Weise Zwillinge von zwei verschiedenen Männern bekommen

Es klingt gruselig, ist aber tatsächlich möglich: Eine Frau kann von zwei verschiedenen Männern gleichzeitig schwanger sein.

So ist es 2001 zum Beispiel einer Frau in Chile passiert, wie das Online-Portal "Spiegel Online" berichtete. Sie hatte kurz nacheinander Sex mit zwei verschiedenen Männern. Neun Monate später brachte sie die Zwillinge Maria Elena und Francisco Javier zur Welt - Zwillinge von zwei verschiedenen Männern.

Vielleicht wäre dieser kleine Umstand nie aufgefallen, doch die Frau geriet mit ihrem Ex-Partner in einen Unterhaltsstreit. Er verlangte einen Vaterschaftstest, weil er davon überzeugt war, nicht der Vater der Zwillinge zu sein.

Der Test offenbarte etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte: nicht der Vater, nicht die Mutter und auch nicht die Ärzte. Denn der Mann war nur von einem der Zwillinge der Vater.

Eine Superfekundation macht es möglich

Möglich ist das durch eine sogenannte Superfekundation, die auch als "Überschwängerung" bezeichnet wird. Sie geschieht, wenn eine zweite Eizelle noch im selben Menstruationszyklus befruchtet wird. Auch Mediziner stellt dieses Phänomen allerdings noch immer vor ein Rätsel.

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Normalerweise verhindern biologische Prozesse im Körper einer Frau, kurz nacheinander schwanger zu werden. Ansonsten müsste eine schwangere Frau bei jedem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung eine Mehrfachschwangerschaft befürchten.

Es ist aber rein theoretisch möglich, auch wenn es nur sehr selten passiert. Weltweit gibt es nur zehn dokumentierte Fälle einer solchen Schwangerschaft.

Immerhin: Mehr Risiken als bei einer normalen Schwangerschaft gebe es nicht, sagte die amerikanische Gynäkologin Sherry Ross dem Online-Portal "Broadly".

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(lk)

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