Das steckt hinter den Gerüchten über den Einsatz der Bundeswehr beim G20-Gipfel

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  • Beim G20-Gipfel in Hamburg sollen laut Fotos in sozialen Medien Einheiten der Bundeswehr angekommen sein
  • Augenzeugen berichten von Radpanzern
  • Die Hamburger Polizei dementiert einen Bundeswehreinsatz

Im Internet kursiert ein Foto, das offenbar Fahrzeuge der Bundeswehr beim G20-Gipfel zeigt: Augenzeugen haben in der Sicherheitszone mindestens drei Radpanzer gesehen, die von der Armee als Transportfahrzeuge genutzt werden.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministerium erklärt der HuffPost, was hinter dem Foto stecken könnte:

Grundsätzlich habe es im Vorfeld 46 Anträge im Rahmen der technischen Amtshilfe seitens der Hamburger Polizei gegeben. Davon seien 38 gebilligt, sieben zurückgezogen und einer sei abgelehnt worden (Stand 7. Juli).

"Keine Unterstützung der Bundeswehr"

Unter anderem bat die Polizei um Hilfe bei Flugbeschränkungen, Abstellplätzen, Sanitätsdiensten, der Unterbringung von Polizisten und der Luftaufklärung. Zudem wurden Unterwasserdrohnen der Marine und tauchmedizinisches Personal angefordert sowie Transportmöglichkeiten. Letztere könnten laut der Sprecherin auf dem Bild zu sehen sein.

Laut aktuellem Stand gebe es jedenfalls keine sogenannte Adhoc-Unterstützung durch Truppen der Bundeswehr in Hamburg.

Auch die Hamburger Polizei hat einen Bundeswehr-Einsatz dementiert: "KEINE Unterstützung der @bundeswehrInfo zu #G20HAM17! Dem Einsatz sind deutliche verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt - Grundgesetz Art. 87".

Mehr zum Thema: All wichtigen Informationen zum G20-Gipfel findet ihr in unserem Live-Blog

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(ks, sma)

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