Donald Trump im Live-Stream: Russland-Besuch online sehen, so geht's

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  • US-Präsident Donald Trump ist am Donnerstag in Polen zu Gast
  • Das europäische Land gilt als einer der besten Verbündeten der USA
  • Das Video oben zeigt, wie ihr das Phoenix-Program im Live-Stream sehen könnt

Donald Trump im Live-Stream bedeutet am Donnerstag, seinen Besuch in Polen zu Verfolgen. Es dürfte ein unkomplizierter Besuch werden. Auf heikles Terrain begibt sich Donald Trump in Warschau nicht - ganz anders als beim G20-Gipfel in Hamburg.

Sein Berater Herbert Raymond McMaster beschrieb das Land an der Nato-Ostflanke als einen der "besten Verbündeten" der USA. Das sei auch einer der Gründe für den Besuch in Warschau, sagt Steven Pifer vom Rechercheinstitut Brookings Institution.

Das Hauptevent wird die Ansprache des US-Präsidenten beim Denkmal des Warschauer Aufstandes. Das Mahnmal erinnert an die fast 200.000 Toten des 1944 gescheiterten Kampfs gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

"Das ist ein Symbol einer für ihre Freiheit kämpfenden Nation", betonen Polens Regierende.

Könnte Trump sich dort zu der schwierigen Lage der Pressefreiheit oder dem Umbau des Verfassungsgerichtes äußern? Experten schließen es aus. Der Besuch sei kein Anlass für Kritik, meint Bartosz Wisniewski von Polens Institut für Internationale Beziehungen (PISM).

Aus dem Weißen Haus hieß es, Trump wolle in seiner Rede Polens Erfolge preisen und seine Vision der transatlantischen Beziehungen umreißen. "Polen ist in gewisser Weise ein Musterkind bei einigen der Themen, auf die Trumps Regierung Wert legt", meint Jeffrey Rathke vom Washingtoner Center for Strategic and International Studies (CSIS).

Das Land ist eines von wenigen Nato-Mitgliedern, die das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel erfüllen - also mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Außerdem ist es seit kurzem Abnehmer von amerikanischem Flüssiggas.

Das Weiße Haus will mit dem Besuch zudem die Unterstützung der USA für Polen bekräftigen.

Wie ihr Donald Trumps Polen-Besuch im Live-Stream sehen könnt

Phoenix berichtet am Donnerstag zwei Mal über Trump. Ab 12.45 Uhr überträgt der Sender die Rede am Denkmal des Warschauer Aufstands. Um 15 Uhr kommt der US-Präsident in Russland an. Der Nachrichtensender ist vor Ort.

Internetnutzer können die Berichterstattung kostenlos im Live-Stream sehen.

Phoenix online sehen, Hier geht's

Seine Rede nach dem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda überträgt zum Beispiel das Weiße Haus im Internet - jedoch ohne deutsche Übersetzung.

Trump im Live-Stream - hier findet ihr ihn

Was ihr zu Trumps Polen-Besuch wissen müsst

Mit Bustransporten wollen Polens Nationalkonservative, die sich monatelang um Trumps Besuch bemüht hatten, für jubelnde Menschenmengen sorgen. Proteste dürfte es kaum geben.

Polens Behörden hätten die Organisation von Anti-Trump-Demos erschwert, klagt ein Gegner des Republikaners. Anhänger der Regierungspartei Recht- und Gerechtigkeit (PiS) gelten als Unterstützer des US-Präsidenten, dessen Land in Polen als wichtigster Sicherheitsgarant angesehen wird. Die Nato hat in der Sicherheits- und Außenpolitik des Landes Priorität.

Wegen des Verteidigungsbündnisses seien die USA für Polen ein wichtigerer Partner als die EU, heißt es in einem Bericht von Experten des Baltic Development Forums. Ihrer Meinung nach weist auch der Fokus der beiden rechtspopulistischen Regierungen auf die Innenpolitik Parallelen auf.

Ähnlich warben sie schon im Wahlkampf: Die PiS versprach 2015 "Polen von den Knien zu erheben", bei Trump hieß es "Make America great again".

In Berlin und anderen europäischen Hauptstädten ist man besorgt über den Besuch. Es wird befürchtet, Trump könnte damit einen Keil zwischen die EU-Staaten treiben wollen.

Zu deutlich sind einigen die Worte des Ex-Außenministers Donald Rumsfeld in Erinnerung, der 2003 anlässlich des Irakkrieges von einem "alten Europa" und einem "neuen Europa" gesprochen hatte und damit zwischen Staaten unterschied, die sich der "Koalition der Willigen" nicht anschlossen und jenen, die es taten - darunter Polen.

Dass Trump nun vor Frankreich und Deutschland nach Polen kommt, feiert die Warschauer Regierung als ihren Erfolg. "Es ist ein Signal für uns und die Welt", sagt Krzysztof Lapinski, Sprecher von Präsident Andrzej Duda, mit dem Trump sich in Polen treffen wird.

Der formale Anlass der Einladung, ein Gipfel mittel-und osteuropäischer Staats- und Regierungschef, steht längst an zweiter Stelle.

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