"Fühle mich von der Polizei nicht beschützt": Augenzeuge der Krawalle in Hamburg macht den Beamten schwere Vorwürfe

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  • Bei der "Welcome to hell"-Demonstration in Hamburg kam es zu schweren Ausschreitungen
  • Ein Augenzeuge macht der Polizei nun schwere Vorwürfe

Die Anti-G20-Proteste am Donnerstag waren von schweren Ausschreitungen überschattet. Die Polizei ging massiv gegen vermummte Demonstration des "Welcome to hell"-Aufmarsches vor, die Demonstranten warfen Flaschen und Böller.

Die HuffPost sprach mit einem Augenzeugen der Demonstration. Er schildert, wie die Situation plötzlich eskalierte - und Schaulustige zwischen den schwarzen Block und die Polizei gerieten.

Er macht der Polizei Vorwürfe. Die Beamten hätten sich auf jeden Fall nicht "deeskalierend" verhalten. "Um das ganz krass zu sagen, war das ziemlich dämlich von ihnen", sagt er über das konfrontative Vorgehen der Polizei.

"Sie sind ein Teil des Problems"

Am Tag zuvor hätten die Beamten das besser gelöst. Wäre die Polizei ruhiger gewesen, wäre es nicht zu so heftigen Ausschreitungen gekommen, glaubt er.

"Ich fühle mich auch von der Polizei nicht beschützt. Sie sind Teil des Problems, kein Problemlöser", sagt der Mann.

Die Polizei meldete am Donnerstagabend, dass 15 Beamte verletzt wurden. Zahlen über verletzte Demonstranten gab es zunächst nicht, der Nachrichtensender N24 berichtet von einer Person, die bei der Demonstration lebensgefährlich verletzt worden sei.

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(poc)

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