FDP-Politiker: "Es gibt nur einen richtigen Umgang mit der Türkei" – 77 Prozent der Bürger stimmen ihm zu

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Seit 18 Jahren ist die Türkei EU-Beitrittskandidat
  • FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff fordert, die Verhandlungen nun zu beenden
  • Die gesamte Rede seht ihr im Video oben

Vor 18 Jahren war der Eintritt der Türkei in die Europäische Union zum ersten Mal im Gespräch. Ernsthaft verhandelt wird nun seit 12 Jahren. Spannungen gab es von Anfang an. Angesichts der momentanen innenpolitischen Lage im Land waren die Fronten aber noch nie so verhärtet wie jetzt.

Alexander Graf Lambsdorff, stellvertretender EU-Parlamentspräsident und FDP-Vorstandsmitglied, fand in seiner Rede vor dem EU-Parlament am Mittwoch klare Worte zum zukünftigen Umgang mit der Türkei.

Für Lambsdorff gibt es nur eine Lösung: Es muss klargestellt werden, dass es einen Beitritt unter diesen Umständen nicht geben kann.

Harte Kritik an der Innenpolitik der Türkei

Innerhalb der Europäischen Union seien inzwischen 77 Prozent aller Bürger für ein Abbrechen der Beitrittsverhandlungen, sagt der Politiker. In Deutschland 86 Prozent.

Seine Forderung: "Machen wir klar, dass einen Beitritt nicht geben kann und nicht geben wird. Das Land entfernt sich von Europa. Ignorieren wir das nicht länger, sondern ziehen die notwendigen Konsequenzen."

Das bedeute aber ausdrücklich nicht, den Dialog abzubrechen. Was Lambsdorff stattdessen vorhat, seht ihr im Video.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen