IS-Hintergrund: Die mögliche Wahrheit hinter dem Doppelmord in Linz

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WOLFGANG SOBOTKA
Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka geht bei dem Doppelmord von Linz von der ersten Bluttag mit IS-Hintergrund aus | Heinz-Peter Bader / Reuters
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  • In Linz an der Donau soll ein Mann ein altes Ehepaar ermordet haben
  • Der Verdächtige soll sich radikalisiert haben - weshalb die Tat einen IS-Hintergrund haben soll
  • Das erklärte Österreichs Innenminister Sobotka

Ein Doppelmord in Linz könnte die erste Bluttat mit IS-Hintergrund in Österreich sein. Der Täter habe Sympathien für den IS gehegt, teilte Innenminister Wolfgang Sobotka am Mittwochabend in Wien mit.

Der Fall wirkt dabei eher untypisch. Am Freitag wurden zwei Leichen aus einem brennenden Wohnhaus geborgen. Bei den Opfern handelt es sich um ein Ehepaar im Alter vom 85 und 87 Jahren. Ein Verdächtige stellte sich. 54 Jahre alt, aus Tunesien - und bereits seit rund 28 Jahren in Österreich. Das berichten die "Salzburger Nachrichten".

Weshalb das Ehepaar aus Linz sterben musste

Er hatte nach Angaben der Behörden zunächst gesagt, er habe das Ehepaar getötet, weil er die beiden für Anhänger der rechten FPÖ hielt. Mit der Tat habe er ein Exempel an der Gesellschaft statuieren wollen.

Auswertungen elektronischer Datenträger und sozialer Netzwerke hätten eindeutig ergeben, dass der Mann radikalisiert war, erklärte der Innenminister. Komplizen waren an der Tat nach Polizeiangaben nicht unmittelbar beteiligt.

Bundeskanzler Christian Kern verlangte einen entschlossenen Kampf gegen extremistische Bedrohungen. "Bei der Ermordung des alten Ehepaares in Linz sind die zuständigen Stellen nun gefordert unverzüglich zu klären, wo vergleichbare Gefahren bestehen und wie wir diese wirksam bekämpfen können", erklärte er.

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