Wegen "salonfähiger" Rechtsextremisten: Höcke-Stellvertreterin verlässt aus Protest die AfD

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HOECKE
Hat keine Stellvertreterin mehr: AfD-Demagoge Björn Höcke | Axel Schmidt / Reuters
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  • Steffi Brönner, die Stellvertreterin von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, verlässt die AfD
  • Sie will damit gegen die rechtsextremistischen Tendenzen in der Partei protestieren

Die Stellvertreterin von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, Steffi Brönner, hat ihren Rückzug angekündigt. Wie die "Thüringer Allgemeine" berichtet, wirft sie der Landespartei vor, rechtsextremes Gedankengut "salonfähig" werden zu lassen.

Die AfD besetze in Thüringen zentrale Funktionen mit Personen, die in ihrer Vergangenheit tief im rechtsextremistischen Bereich tätig gewesen seien, sagte sie der Zeitung.

Brönner legt ihren Posten aus Protest nieder

Keiner ihrer Vorstandskollegen könne in der Sache von Unwissenheit sprechen. "Eine ganz normale zweiminütige Internetrecherche zeigt die entsprechende Vergangenheit auf", erklärte Brönner.

"Es drängt sich für mich unweigerlich der Verdacht auf, dass diese Personen bewusst in entsprechende Funktionen berufen worden sind", fügte sie hinzu. Brönner kündigte an, ihren Posten in der Landesspitze aus Protest niederzulegen.

Die AfD steckt derzeit - nicht nur dank Brönners Rücktritt - in einer Krise. Die Umfragewerte der Rechtspopulisten rauschen in den Keller und sind auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren. Die Partei muss nun sogar um den Einzug in den Bundestag bangen.

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(mf)

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