Nordkoreas Kim feuert eine neue Rakete ab - und Donald Trump macht sich darauf über ihn lustig

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NORTH KOREA
Erneut hat Nordkorea eine Rakete abgefeuert. | Chung Sung-Jun via Getty Images
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  • Nordkorea hat erneut eine Rakete abgefeuert - trotz aller Warnungen und Verbote
  • US-Präsident Donald Trump reagierte auf Twitter auf die jüngste Provokation aus Nordkorea

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet. Die ballistische Rakete sei nach dem Start nahe der Grenze zu China im Westen des Landes mehr als 930 Kilometer geflogen und dann ins Japanische Meer gestürzt, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen. Solche Raketen sind vor allem für das Militär als Raketen mit Atomsprengkopf konzipiert.

Nach Angaben der japanischen Regierung flog die Rakete, dessen Typ zunächst unklar war, 40 Minuten lang und landete dann wahrscheinlich in Japans exklusiver Wirtschaftszone - einer 200-Meilen-Zone vor der Küste.

Nordkoreanische Provokation kurz vor US-Nationalfeiertag

Der jüngste Test erfolgte vor den Feiern zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli in den USA. Nordkorea unterstellt Washington regelmäßig eine feindselige Politik.

US-Präsident Donald Trump erklärte auf Twitter, es sei schwer zu glauben, dass Südkorea und Japan sich weiter mit Nordkoreas Drohungen abfinden würden. Er frage sich, ob "dieser Typ nichts Besseres in seinem Leben zu tun" habe, als Raketen starten zu lassen.

Trump spielte damit offenbar auf den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an. "Vielleicht wird China erhebliche Maßnahmen gegen Nordkorea ergreifen, um diesen Unsinn ein für alle Mal zu beenden."

Der Streit mit dem kommunistisch regierten Land gilt als einer der weltweit gefährlichsten Konflikte. Die Lage in der Region ist nach mehreren Tests ballistischer Raketen durch Nordkorea in den vergangenen Monaten sehr angespannt.

Ballistische Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Flugkörper, die je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel befördern können. Nordkorea arbeitet nach eigenen Angaben auch an der Entwicklung von Langstreckenraketen, die bis in die USA getragen werden könnten.

Trump warnte Nordkorea, seine Geduld sei am Ende

US-Präsident Trump hatte bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten in der vergangenen Woche erneut scharfe Worte an Pjöngjang gerichtet. Das "Zeitalter der strategischen Geduld" mit Nordkorea sei vorüber, dieser Ansatz sei gescheitert, sagte er in Anspielung an die Politik seines Vorgängers Barack Obama.

Zugleich betonten Trump und Moon, dass die Tür zum Dialog mit Pjöngjang "unter den richtigen Umständen" nach wie vor offen sei. Trump hatte mehrfach mit Alleingängen im Konflikt um das Atomprogramm Nordkoreas gedroht und auch militärische Aktionen nicht ausgeschlossen.

Mehr zum Thema: Nordkorea: Zwei Aussagen von Donald Trump und Südkoreas Präsident zeigen, wie unterschiedlich sie den Konflikt bewerten

Zugleich setzt Washington auf China, dem traditionellen Verbündeten Nordkoreas. Peking ruft die Parteien in dem Konflikt regelmäßig zu Verhandlungen auf.

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(jg)

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