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04/07/2017 02:41 CEST | Aktualisiert 04/07/2017 06:42 CEST

Eine Studie zeigt, wie stark Deutschland von jungen Männern aus der EU profitiert

Fabrizio Bensch / Reuters
Die deutsche Wirtschaft profitiert von den jungen EU-Migranten.

  • Junge männliche Zuwanderer aus dem EU-Raum haben viel öfter eine Arbeitsstelle als Einheimische

  • Das zeigt eine neue Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft

  • Insbesondere die wirtschaftsstarken Länder im Süden Deutschlands ziehen EU-Bürger an

Diese Zahlen dürften allen Populisten, die mit einwanderungskritischen Parolen um Stimmen buhlen, gar nicht gefallen: 90 Prozent der 25- bis 64-jährigen männlichen Zuwanderer aus der EU in Deutschland haben einen Job. Das bedeute, dass diese Personengruppe viel öfter einer Arbeit nachgeht als die Einheimischen in Deutschland, berichtet die "Passauer Neue Presse".

Der Zeitung liegen die neuesten Zahlen zum deutschen Arbeitsmarkt des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor. Der Bericht zeigt, wie stark Deutschland von der Zuwanderung aus dem EU-Ausland profitiert.

So habe die Arbeitskräftemobilität innerhalb der EU in den letzten Jahren "einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet", heißt es in der IW-Studie.

EU-Ausländer wie Deutsche gehen einer Arbeit nach

Die Mär der jungen Männer aus dem EU-Ausland, die nur nach Deutschland kommen, um dem Sozialsystem zur Last zu fallen, entlarven die IW-Zahlen deutlich. Über alle Geschlechter und Altersklassen hinweg liegt die Erwerbstätigenquote der EU-Zuwanderer mit 77,4 Prozent auf dem gleichen Niveau wie in der Gesamtbevölkerung.

"Dabei sind rund drei Viertel der erwerbstätigen EU-Zuwanderer in qualifizierten Tätigkeiten und ein Fünftel sogar in hochspezialisierten Expertentätigkeiten beschäftigt", zitiert die "Passauer Neue Presse" aus der Studie.

Insbesondere die wirtschaftsstarken Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen im Süden Deutschlands scheinen attraktiv für arbeitssuchende Migranten aus dem EU-Raum zu sein.

Knapp die Hälfte der zugewanderten EU-Ausländer würden in diesen drei Bundesländern leben, berichtet die Zeitung.

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(jg)

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